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News zu RBI, Addiko, Andritz, Frequentis, Uniqa, Research zu Palfinger, Flughafen Wien, Erste Group

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im 1. Quartal 2026 ein Konzernergebnis in Höhe von 209 Mio. Euro erwirtschaftet (ohne Russland). Im Vorjahresquartal lag der Wert bei 260 Mio. Euro. Der Rückgang wird seitens der Bank mit höheren Bankenabgaben (177 Mio. Euro) sowie gestiegenen Risikovorsorgen aufgrund der makroökonomischen Auswirkungen des Irankonflikts erklärt. Die Risikokosten im Kernkonzern betrugen 103 Mio. Euro und lagen damit um 56 Mio. Euro uber dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2025 um 3 Prozent auf 1.076 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 11 Prozent auf 520 Mio. Euro zu. Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 3 Prozent auf 105 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des ersten Quartals 2026 14,9 Prozent. Die NPE Ratio liegt bei 1,6 Prozent (Q1 2025: 1,7 Prozent).  „Unsere NPE Ratio befindet sich dank einer vorausschauenden Risikopolitik auf einem Allzeittief. Angesichts der ökonomischen Auswirkungen des Irankonflikts setzen wir diese konsequent fort“, erklärte RBI-Risikovorstand Hannes Mosenbacher. Die RBI kündigte im ersten Quartal die Übernahme der Garanti BBVA Group Romania sowie im April ein öffentliches Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien der Addiko Bank an. „Die Akquisitionen ermöglichen es uns, zu einem attraktiven Preis unsere Marktpositionen in Rumänien und Kroatien zu verbessern sowie wieder in den slowenischen Markt einzusteigen“, kommentierte RBI-Finanzvorstandin Kamila Makhmudova. Für das Gesamtjahr wird ein Zinsuberschuss von rund 4,4 Mrd. Euro und ein Provisionsuberschuss von rund 2,1 Mrd. Euro erwartet, zudem eine harte Kernkapitalquote von rund 14,3 Prozent (unter Berucksichtigung der geplanten Akquisitionsprojekte).

Ad Addiko-Angebote: Wie berichtet, haben sowohl die RBI als auch die slowenische NLB Angebote für Addiko angekündigt. Diese müssen diese Woche der Übernahmekommission angezeigt und spätestens bis 18. Mai (NLB) und 19. Mai (RBI) veröffentlicht werden, wie der Website der Übernahmekommission zu entnehmen ist.

Das österreichische Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) hat Frequentis mit der Modernisierung des militärischen Flugfunksystems in Österreich beauftragt. Ziel ist es, die Kommunikationsinfrastruktur der militärischen Flugsicherung und Luftraumüberwachung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und für mindestens weitere 15 Jahre zukunftssicher zu betreiben. Der militärische Flugfunk gewährleistet den sicheren Sprach- und Informationsaustausch zwischen Boden- und Luftfahrzeugen sowie zwischen Bodenstationen und ist eine zentrale Voraussetzung für Flugsicherung, Luftraumüberwachung und taktische Führung.

Andritz beliefert das indonesische Papierunternehmen P.T. Suparma Tbk mit einer vollständigen Grobreject-Aufbereitungsanlage für das Altpapierwerk in Surabaya, Ostjava, Indonesien. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Der Auftragswert wird nicht bekannt gegeben - er ist im Auftragseingang des 1. Quartals 2026 enthalten, wie Andritz mitteilt. Die neue Anlage verarbeitet Grobrejecte aus der Trommelauflösungslinie des Werks und bewältigt heterogene Stoffströme, die unter anderem Mischkunststoffe und weitere Störstoffe enthalten.

Uniqa möchte die ausgegebenen EUR 500.000.000 Anleihe mit vorgesehener Falligkeit in 2046 (ISIN XS1117293107) zurückkaufen. Alle gültig angebotenen Anleihen werden zu 100,75 Prozent des Nennbetrags der Anleihen, zuzüglich aufgelaufener Zinsen, zum Ruckkauf angenommen, wie es heißt. Im Falle des erfolgreichen Abschlusses des Rückkaufs erwartet Uniqa einen Anstieg der Finanzierungskosten, weil der Rückkauf mit einem Aufschlag auf den Nennbetrag erfolgen wird, der vollumfanglich im Geschäftsjahr 2026 verbucht wird. Ungeachtet dessen belässt Uniqa den aktuellen Ausblick fur das Geschaftsjahr 2026 unverändert.

Research: Die Analysten der Berenberg Bank stufen die Palfinger-Aktie weiter mit "Buy" und Kursziel 42,0 Euro ein.

Die Analysten der Erste Group bleiben beim Flughafen Wien auf "Hold" und passen das Kursziel von 57,7 auf 54,3 Euro an. Die Verkehrszahlen sowie die Prognose für 2026 würden auf Herausforderungen für das Unternehmen hindeuten, so die Analysten.

Deutsche Bank Research erhöht das Kursziel für die Erste Group-Aktie von 117,0 auf 121,0 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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