Die Polytec Gruppe hat sich das Ziel gesetzt, in den kommenden zwei bis drei Jahren den Anteil des Non-Automotive-Geschäfts auf rund 30 Prozent des Konzernumsatzes und somit auf ein Volumen von ca 200 Mio. Euro pro Jahr zu erhöhen. Zum Halbjahr lag der Umsatzanteil in dem Bereich aufgrund schwankender Abrufe eines wesentlichen Kunden bei 7,2 Prozent des Umsatzes. Im Conference Call nach der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen erklärte CFO Markus Mühlböck, dass dieser Bereich zuletzt zwar volatil war, man aber auf gutem Weg sei, den Smart Plastic-Bereich als wesentliche zweite Säule neben dem Automotive Bereich aufzubauen. Man arbeite gemeinsam mit Kunden an Projekten, die sich in unterschiedlichen Reifegraden befinden, erklärte Mühlböck. Zuletzt seien zwar die Abrufe zurückgegangen, aber nicht die Produktion, betonte er. Rückenwind für den Smart Plastic Bereich von Polytec dürfte auch die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR bringen, die seit wenigen Tagen gilt und strenge Vorgaben zur Abfallvermeidung vorsieht. Bei einem vielversprechenden Projekt steht man kurz vor der Markteinführung. nämlich bei Booxit, einem Verpackungs-Startup, das modulare Mehrweg-Transportboxen für die Industrie-, Militär- und Paketlogistik entwickelt hat und bei dem Polytec als Industrialisierungspartner fungiert. CFO Muhlbock erwartet bereits im kommenden Jahr Umsatzbeitrage. Bezüglich Zukäufen meinte Mühlböck, dass der M&A-Markt derzeit sehr aktiv sei. Man sehe sich immer wieder Projekte an, zum Abschluss sei es zwar nicht gekommen, dass es aber einmal so weit sein könnte, will der CFO nicht ausschließen. Die bilanzielle Situation würde es jedenfalls hergeben. Im Fokus bleibt aber ein profitables Wachstum und eine hohe Margen-Qualität, wie er meinte. Die Analysten von Montega bestätigen nach Zahlen-Vorlage die Kauf-Empfehlung mit Kursziel 10,0 Euro für Polytec. Ihr Fazit: "Der Markt preist weiter nur den sanierten Auto-Kern. Das regulatorisch getriebene Mehrweg-Geschaft gibt es umsonst dazu."
Die Analysten von Oddo BHF stufen die Andritz-Aktie weiter mit Neutral ein, erhöhen aber das Kursziel von 72,0 auf 80,0 Euro. Sie meinen: "Während die Segmente Hydropower und Pulp & Paper von einer positiven Nachfrage- und Margenentwicklung profitieren, verzeichnet das Segment Environment & Energy einen Abwärtstrend bezogen auf Nachfrage und Profitabilität. Metals verzeichnete eine leicht positive Entwicklung in den letzten Quartalen, getrieben durch Restrukturierungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen. Die geringe Visibilität und die starke Abhängigkeit vom (europäischen) Automotive Sektor belassen uns weiterhin vorsichtig gestimmt. Die leicht positive Entwicklung auf Gruppenebene ist unserer Meinung nach bereits im deutlichen Kursanstieg der letzten Monate reflektiert."
Die Analysten der Baader Bank bestätigen die Kauf-Empfehlung für Semperit und auch das Kursziel in Höhe von 17,5 Euro. Sie meinen zu den jüngst vorgelegten Zahlen: "Semperit konnte sein Wachstum im Vergleich zum 2. Halbjahr 2025 beschleunigen. Insgesamt ein sehr starkes Ergebnis, das die Skalierbarkeit des Geschäfts von Semperit unterstreicht." Ebenso bleiben die Analysten von NuWays bei ihrer Kauf-Empfehlung mit Kursziel 22,0 Euro für Semperit.
Aktienkäufe: wienerberger Interims-CEO Gerhard Hanke hat 10.000 Stück zu je 21,00 Euro über die Wiener Börse gekauft. Wie berichtet, hat Hanke die CEO-Position von Heimo Scheuch, der aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niedergelegt hat, interimsmäßig übernommen.
Auch Semperit-CEO Manfred Stanek hat 3200 Aktien zu je 15,4 Euro erworben, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
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