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News zu Palfinger, Andritz, Reploid, Porr, Addiko, Research zu RBI

Die Palfinger-Aktie büßt bis zu Mittag fast neun Prozent ein: Der Iran-Krieg sorgte im 2. Quartal für eine Eintrübung des Markumfelds und belastete die Nachfrageentwicklung bei Palfinger stärker als erwartet. Dennoch ist CEO Andreas Klauser stolz auf die Entwicklung im 2. Quartal. Man habe ein resilientes Setup und werde Chancen nutzen, sagte er auf der HJ-Pressekonferenz. Das Unternehmen erzielte im 1. Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1.165,6 Mio. Euro, das ist ein Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das EBIT liegt im Halbjahr bei 84,1 Mio. Euro (-7,0 Prozent), das Konzernergebnis bei 48,0 Mio. Euro (-4,2 Prozent). Der Ausblick für das Gesamtjahr, mit einem Umsatz sowie einem operativen Ergebnis über dem Vorjahresniveau, sei aufrecht. "Die Indikatoren zeigen in die richtige Richtung", so Klauser. Die Aufträge seien vorhanden, die Abrufe würden allerdings teilweise fehlen, so der CEO. Immer noch warte man darauf, dass die Konjunktur in den Kernmärkten Deutschland und USA dreht. "Die angekündigten Infrastrukturprogramme sind zwar da, die Umsetzung erfolgt aber nicht so schnell wie erwartet“, so Klauser. Dazu kommen Einbußen im Service-Geschäft, vor allem im Nahen Osten, wo aufgrund des Krieges viele Öl-Plattformen nicht zugänglich waren, wie CFO Felix Strohbichler verdeutlicht. Generell wird der Service-Bereich aber weiterhin als wichtiger Umsatz- und Ergebnisbeitrags-Bringer angesehen. Rückläufig ist weiterhin das Russland-Geschäft. Palfinger hat auf die veränderten Marktbedingungen reagiert und ein gruppenweites strukturelles Effizienzprogramm gestartet, bei dem der Fokus auf der Vereinfachung von Strukturen, der Optimierung des globalen Produktions- und Beschaffungsnetzwerks sowie auf zusätzlichen Produktivitätssteigerungen durch Automatisierung und Künstlicher Intelligenz liegt. Dadurch sollen 25 Mio. Euro an Kosten eingespart und die Kostenbasis 2027 trotz Inflation und Wachstum stabil gehalten werden. Durch die verzögerte wirtschaftliche Erholung der Kernmärkte USA und Deutschland würde sich die Erreichung der für 2027 gesetzten Finanzziele (Umsatz 2,7 Mrd. Euro, EBIT-Marge 10 Prozent und ROCE über 12 Prozent) voraussichtlich auf 2028 verschieben, so das Management. Die langfristigen finanziellen Ziele der Strategie 2030+ bleiben aber unverändert. Palfinger bestätigt für 2030 einen Umsatz von über 3 Mrd. Euro, eine EBIT-Marge von 12 Prozent sowie einen ROCE von 15 Prozent.
Die Analysten von Raiffeisen Research meinen in einer Kurzmitteilung: "Der Konsens für 2026 erwartet derzeit ein Umsatzwachstum von knapp 10 Prozent bei einem EBIT-Wachstum von 9 Prozent. Trotz des anspruchsvollen Umfelds blieben die Auftragseingänge global insgesamt stabil. Die Materialversorgung war nicht von nennenswerten Störungen betroffen, allerdings sorgten steigende Stahl-, Energie- und Transportkosten für zusätzlichen Kostendruck. Das operative Ergebnis (EBIT) sank im Q2 um 15 Prozent auf 42,7 Mio. Euro. Der Konsens von 50,0 Mio. Euro wurde damit verfehlt. Belastend wirkten insbesondere die niedrigere Auslastung der Produktionswerke sowie die schwächere Geschäftsentwicklung in NAM, LATAM, Teilen von APAC und CIS. Gleichzeitig stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie die Vertriebskosten im Vergleich zum Vorjahresquartal."

Andritz erhielt von Engie Hidroelétricas do Douro einen Auftrag zur Sanierung und Modernisierung von drei Maschinensätzen des Wasserkraftwerks Picote I in Portugal. Der Auftragswert liegt laut Andritz im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Abschluss der Modernisierung ist für Ende 2030 geplant. Die Inbetriebnahme des ersten modernisierten Maschinensatzes ist Ende 2028 vorgesehen, die des zweiten Ende 2029. Die Modernisierung wird den Wirkungsgrad, die Zuverlässigkeit und die Umweltbilanz des Kraftwerks verbessern und damit seinen Beitrag zur Energiewende in Portugal weiter stärken.

Beim Brenner Basistunnel, den bekanntlich die Porr miterrichtet, wurde ein Meilenstein erreicht: In der westlichen und in der östlichen Haupttunnelröhre des Bauloses H53 Pfons–Brenner erfolgte der Durchschlag zur Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Damit schließen die von Österreich aus aufgefahrenen Tunnelabschnitte an die bereits fertiggestellten Haupttunnelröhren des italienischen Bauloses H61 Mauls 2–3 an.  Mit dem erfolgreichen Durchschlag sind Österreich und Italien nun auch über die beiden Haupttunnelröhren dauerhaft miteinander verbunden. Der Durchschlag erfolgte rund 1.408 m unter der Geigenspitze auf einer Höhe von etwa 794 m über dem Meeresspiegel.

Die Addiko-Vorstandsmitglieder Herbert Juranek (35.406 Stück), Edgar Flaggl (7.793 Stück), Tadej Krasovec (11.771 Stück) sowie Ganesh Kumar Krishnamoorthi (31.089 Stück) haben das RBI-Angebot zu 26,5 Euro angenommen, wie aus enstsprechenden Mitteilungen hervorgeht. Auch Aufsichtsrat-Vorsitzender Kurt Pribil hat der RBI 4.300 angedient.

Die Analysten von Oddo BHF stufen die RBI-Aktie weiterhin mit Outperform ein, erhöhen aber das Kursziel von 51, auf 63,0 Euro.

Die Reploid Regreen GmbH, eine Tochtergesellschaft der börsengelisteten Reploid Group AG, führt mit zwei etablierten Playern fortgeschrittene Verhandlungen über die Übernahme eines Düngemittelwerks in Bayern. Die Entscheidung zugunsten eines der beiden Produzenten soll in den nächsten Wochen fallen, teilt das Unternehmen mit. Mit dem Erwerb würde das Unternehmen erstmals über industrielle Produktionskapazität für Düngemittel verfügen und die vertikale Integration vorantreiben - vom organischen Reststoff der Lebensmittelwirtschaft bis zum fertigen Produkt.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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