Wiener Börse News

In den News: AT&S mit neuem CFO, Research zu VIG und Porr, Ausblick von Raiffeisen und Erste Group

AT&S hat einen neuen Finanzvorstand. Der Aufsichtsrat hat Gerrit Steen mit Wirkung zum 1. Februar 2026 für eine Amtszeit von drei Jahren als Chief Financial Officer (CFO) in den Vorstand berufen. AT&S soll künftig von einem Dreier-Vorstand mit CEO Michael Mertin (Vorstandsvorsitzender), CFO Gerrit Steen und CTO Peter Griehsnig geleitet werden. Ingolf Schröder scheidet aus dem Vorstand aus, bleibt aber im besten Einvernehmen im Unternehmen und wird als EVP weiterhin die Business Unit Microelectronics leiten. Zuletzt war Steen Group CFO der DAMAC Gruppe, eines Investment-, Immobilien- und Technologieunternehmens in Dubai.Zuvor war er in verschiedenen Vorstands- und Managementfunktionen für die Fresenius-Gruppe und das Technologieunternehmen Heraeus tätig.

Research: Die Analysten von Autonomous Research stufen die VIG-Aktie von Underperform auf Neutral hoch und das Kursziel von zuletzt 45,0 auf 65,0 Euro.

Die Analysten von Raiffeisen Research bleiben bei Porr auf "Kaufen" mit Kursziel 35,0 Euro und meinen: "Wir sind zuversichtlich, dass Porr die enormen Chancen, die sich durch die neuen öffentlichen Infrastrukturmittel sowie die aktuelle und zukünftige Nachfrage im Tief- und Wohnbau ergeben, optimal nutzen wird. Erste Übertragungen in die Realwirtschaft haben sich bereits bestätigt. 

Ausblick: Die Analysten von Raiffeisen Research sind weiterhin optimistisch für den ATX. Sie erwarten den Index im März 2026 bei 5400 Punkten, im Juni bei 5.550 und im September 2026 bei 5650 Zählern. Auch international sind die Analysten positiv gestimmt. Sie stufen die etablierten Märkte (DAX, EuroStoxx50, Dow Jones, S&P500, Nasdaq100) mit "Kaufen" ein, wie aus dem aktuellen Börsenbericht hervorgeht. Die Raiffeisen-Analysten meinen: "Aktienseitig beginnen wir das Jahr 2026 mit nahezu den gleichen Vorzeichen wie 2025: Bereits Anfang 2025 war die Diskussion um eine KI-Blase und hohe Bewertungen in vollem Gange – und auch 2026 startet mit denselben Vorzeichen. Crash-Propheten sind allgegenwärtig, und die Bewertungen sind nach wie vor ambitioniert. Nichtsdestotrotz erwarten wir in unserem Basisszenario ein konstruktives Aktienmarktumfeld, auch wenn die Boomphase vorbei zu sein scheint und wir uns sicherlich in der Endphase des Zyklus befinden. Somit erwarten wir Aktienmarktrenditen für 2026 im Bereich von 8 bis 10 Prozent, wobei wir den Großteil dieser Bewegung im ersten Halbjahr erwarten."

Auch für die Erste Group-Analysten sollte das kommende Quartal für die Kapitalmärkte eine positive Entwicklung bringen. Die Voraussetzungen für den ATX würden unverändert bleiben. Im aktuellen Equity Weekly meinen die Erste-Experten: "Im internationalen Vergleich punktet der ATX weiter mit einer günstigen Bewertung und vergleichsweise hoher Dividendenrendite, im historischen Vergleich haben sich KGV und Dividendenrendite auf langfristige Durchschnittswerte eingependelt. Kurzfristig konnte die Dynamik nach so einem Rekordjahr abnehmen. Die Bewertungsabschlage bei einigen Aktien haben sich durch die starken Kursanstiege geschlossen, was sich auch in den jüngsten Rückstufungen einiger unserer Empfehlungen widerspiegelt. Mittelfristig bleiben die Argumente fur den ATX aus unserer Sicht unverändert. Die österreichische Konjunktur tastet sich langsam auf ihrem Erholungspfad vor, Wachstumsimpulse sollten aus dem geplanten Infrastrukturprogramm in Deutschland kommen. Die erneuten Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg lassen zudem entfernte Hoffnung auf Wiederaufbauinvestitionen aufkeimen. Die Osteuropa-Story bleibt weiter das dominierende Thema fur den ATX und wird mit dem geplanten Erwerb eines beherrschenden 49%-Anteils an der Santander Polska Bank durch die Erste Group voraussichtlich nochmals gestärkt."

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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