Mit Wirkung 2. Juli 2007 wird das Segment certificates neu strukturiert. Statt bisher in fünf Untergruppen erfolgt die Einteilung nunmehr in zehn Klassen.
Die neuen Untergruppen im Überblick
- Basket-/Themen-Zertifikate
- Index-Zertifikate
- Outperformance-Zertifikate
- Bonus-/Teilschutz-Zertifikate
- Aktienanleihen
- Discount-Zertifikate
- Garantie-Zertifikate
- Express-Zertifikate
- Knock-out-Zertifikate (Turbo-Zertifikate)
- Sonstige Zertifikate
Von der Neustrukturierung profitieren sowohl Anleger als auch Emittenten. Einerseits bringt die neue Gliederung Investoren mehr Transparenz und damit eine leichtere Vergleichbarkeit der Angebote, andererseits ermöglicht sie Emittenten bei der Positionierung neuer Produkte eine exaktere Zuordnung.
Umgesetzt wurde die Neustrukturierung in enger Zusammenarbeit mit dem Zertifikate Forum Austria, das im April 2006 gegründet wurde. Ziel des Forums ist die Förderung und Entwicklung des österreichischen Zertifikatemarktes.
Der Zertifikate-Handel an der Wiener Börse wurde bereits im Juni 2002 mit fünf Titeln gestartet. Aufgrund des großen Marktinteresses wurde im Mai 2005 ein eigenes Segment certificates mit 450 Werten eingerichtet. Derzeit zählt das Segment ca. 2.000 Zertifikate-Titel, die von 15 Emittenten gelistet werden. Mit der Neugliederung setzt die Wiener Börse auch weiterhin auf ein stark boomendes Geschäftsfeld.
Zertifikate verbriefen das Recht auf Partizipation an der Wertentwicklung eines zu Grunde liegenden Investments wie etwa einer Aktie oder Indizes. Der Schwerpunkt liegt nicht im Verdienen von Zinsen, sondern in der Teilnahme an einer bestimmten Wertentwicklung. Einer der wesentlichen Vorteile für den Anleger besteht darin, bereits mit kleinen Beträgen in Märkte investieren zu können, die bisher nur Großanlegern und Banken vorbehalten waren.
