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Neues von Verbund, Strabag, Porr, Research zu RBI, Erste Group, A1 Telekom Austria...

Verbund kauft ein PV-Portfolio mit insgesamt 82 MWp installierter Leistung in Spanien. Des weiteren wird eine umfangreiche Entwicklungsplattform (Wind und PV) samt Entwicklungsteam erworben. Rund 2.100 MW dieser Plattform befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Projektentwicklung, rund 2.400 MW sind Greenfield Projekte. Damit stockt Verbund das Spanien-Portfolio auf: In den vergangenen Monaten hat der heimische Versorger bereits zwei Akquisitionen in Spanien bekanntgegeben.

Die Arbeitsgemeinschaft aus den beiden Bauunternehmen Porr und Strabag starten die ersten Tunnelbauarbeiten an der neuen U-Bahn U2 am Matzleinsdorfer Platz. Mit dem Anstich fällt der Startschuss des größten Einzelbauloses des Wiener U-Bahnbaunetzes. Strabag-CEO Thomas Birtel. "Es ist nicht nur das größte Klimaschutzprojekt der Stadt Wien, sondern auch eine Teamleistung von drei unterschiedlichen Gewerken. Wir schaffen hier gemeinsam Infrastruktur, die die Stadt für die nächsten Jahrzehnte nachhaltig prägen wird." Porr-CEO Karl-Heinz Strauss fügt hinzu: „Wir setzen hier unser geballtes Know-how im U-Bahnbau ein. Dieses Projekt ist nicht erst nach der Fertigstellung nachhaltig – bereits in der Umsetzung schonen wir die Umwelt. So setzen wir bei allen fünf Baulosen eine strombetriebene Tunnelvortriebsmaschine ein und haben die Verkehrsbelastung deutlich reduziert.“

Research: Die Analysten von Oddo stufen Valneva mit Neutral und Kursziel 16,3 Euro ein. Die Experten der Citi bestätigen Verbund mit Verkaufen, erhöhen aber das Kursziel von 80,0 auf 88,0 Euro. JPMorgan bestätigt A1 Telekom Austria mit Übergewichten und reduziert das Kursziel von 9,5 auf 9,0 Euro. JPMorgan bleibt zudem bei Raiffeisen Bank International auf Neutral und erhöht das Kursziel von 14,6 auf 15,1 Euro. Mediobanca bestätigt da Neutral-Rating für de Erste Group und erhöht das Kursziel von 32,0 auf 34,0 Euro. M.M.Warburg bestätigt S&T mit Kaufen, reduziert das Kursziel aber von 28,0 auf 26,5 Euro. Die Wiener Privatbank bekräftigt das Halten-Rating für Lenzing und kürzt das Kursziel von 102,7 auf 95,0 Euro.

Aktienkäufe: Die grosso tec AG hat weitere S&T-Aktien erworben, diesmal wurde Kauf von 112.210 S&T-Aktien zu einem Kurs von 15,95 Euro pro Stück gemeldet. Die vergangenen Wochen wurden des öfteren große Käufe gemeldet. Die grosso tec steht bekanntlich im Einlfussbereich von Erhard F. Grossnig sowie auch S&T-CEO Hannes Niederhauser. RBI-CEO Johann Strobl hat am 5. Mai in Summe 10.000 Aktien zu je im Schnitt 11,6962 Euro gekauft, wie aus einer Veröffentlichung hervorgeht. Am Vortag erst hat sein Vorstandskollege Hannes Mösenbacher den Kauf von 10.000 Aktien gemeldet. 

Reingehört bei Polytec: Im Interview mit dem Börsenradio meint Polytec-CEO Markus Huemer: "Die Branche ist seit Jahren mit Verwerfungen konfrontiert. Beginnend mit dem Dieselskandal, der WLTB-Prüfungen, dann Corona, Chipmangel, Materialkrise und jetzt der Ukraine-Krieg. In der Zwickmühle, in der sich die Automobilzulieferindustrie befindet, zwischen Rohmaterial-Lieferanten und großen OEMs, sehen wir es doch als Erfolg, ein positives Ergebnis ausweisen zu können". Agiert wurde mit einem hohen Maß an Flexibilität. "Wir haben seit 2019 sechs Werke geschlossen, um dem WLTB-Thema gerecht zu werden und wir haben den Konzern von links auf rechts umgestrickt, um unseren USP der massiven Technologie-Breite besser nutzen zu können sowie auch in schwierigen Zeiten und in einer Veränderung des Marktes profitieren zu können und neue Produkte an den Mann zu bringen", erklärt der CEO.
Die teils bis zu 100 Prozent markant gestiegenen Rohmaterialpreise würden massiv belasten. "Es ist eine Sache der Verhandlung, sowohl in Richtung Lieferanten als auch in Richtung Kunden, um diese Belastungen zumindest teilweise weiterzugeben. Das ist uns zu einem gewissen Grad gelungen", so Huemer. Die Visibilität ist aber schwerig, daher kann auch kein Ausblick gegeben werden. "Wir erfahren von den Kunden sehr kurzfristig, dass einzelne Werke geschlossen werden", führt Huemer vor Augen. Für Polytec gibt es aktuell kein Versorgungsproblem. Huemer macht aber darauf aufmerksam, dass bei dem Verhalten der OEMs gegenüber den Zulieferern es durchaus sein kann, dass es demnächst die Zulieferer sind, die Probleme in der Versorgungskette machen könnten.
Die Dividendenzahlung ist dem CEO wichtig. "Wie sind in einer Industrie, die von Investoren nicht gerade bevorzugt ist und eher kritisch betrachtet wird. Eine stabile Dividendenpolitik auszuweisen ist mir deshalb ein ganz wichtiges und großes Anliegen, um das Vertrauen auch weiter zu behalten. Unsere Politik war immer, ca. 30 Prozent des Nettogewinns auszuschütten. Daran halten wir uns. Verlässilichkeit gegenüber Investoren, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern ist ein wichtiges Gut, speziell in schwierigen Zeiten", so Huemer.

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