Die Kontron-Aktie reagiert positiv auf die heute präsentierten Halbjahreszahlen. Analysten von Kepler und Jefferies haben ihre Kauf-Empfehlungen mit Kurszielen 30,0 Euro, respektive 27,0 Euro bestätigt, während Oddo weiter bei Halten und Kursziel 23,5 Euro bleibt. CEO Hannes Niederhauser hat zudem heute den Kauf von 5000 Aktien zu 21,6 Euro das Stück gemeldet. Der Auftragsbestand von Kontron erreichte zum Ende des 1. Halbjahres mit 2.750 Mio. Euro ein neues Rekord-Niveau (31. Dezember 2025: 2.495 Mio. Euro). Die Book-to-Bill-Ratio lag im 2. Quartal 2026 bei 1,55 und unterstreicht laut Kontron die enorm hohe Nachfrage nach den Produkten und Lösungen in den kommenden Jahren. Speziell im Defense-Bereich gebe es starke Orders, so Niederhauser im Conference Call. Die Umsätze in diesem Bereich werden 2026 bei mehr als 200 Mio. Euro erwartet. Das Transportgeschäft bezeichnet er als "Perle". Man sei hier Technologie-Führer mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Der größten Bereich Software & Solutions verzeichnet ebenso ein starkes Wachstum. Derzeit kommt hier der Großteil der Umsätze aus Europa, Kontron will aber in andere Länder expandieren. Es gibt Gespräche u.a. mit Unternehmen in Ägypten, Indien oder Thailand. Mit Foxconn (Ennoconn) wird die Partnerschaft vertieft, speziell bei der Ordergröße könne man von Foxconn profitieren, aber auch im Supplychain-Bereich. Die Synergien werden mit 40 Mio. Euro in den kommenden Jahren beziffert. Rückläufig sei das Renewables-Geschäft, hier werde man weiter Personal abbauen und derzeit auch keine Investitionen tätigen. Die Kosteneinsparungen von jährlich über 30 Mio. Euro im Greentec-Bereich werden vollständig ab dem Geschäftsjahr 2027 sichtbar, so das Unternehmen. Niederhauser führt die Schwäche der Aktie in den vergangenen Monaten u.a. auf diesen Bereich zurück. Zu den Zahlen: Kontron hat im 1. Halbjahr 2026 einen Gesamtumsatz von 737,1 Mio. Euro (6M 2025: 729,0 Mio. Euro bereinigt) erzielt. Bereinigt um die Auswirkungen der entkonsolidierten Gesellschaften (55,1 Mio. Euro) wuchs das operative Geschäft auf organischer Basis um 1,1 Prozent. Das bereinigte EBITDA belief sich im ersten Halbjahr auf 100,8 Mio. Euro (6M 2025: 90,9 Mio. Euro bereinigt). Bereinigt um Restrukturierungskosten von 16,4 Mio. Euro für 2026 und Sondererträge der Entkonsolidierung für 2025. Das Konzernergebnis nach Minderheiten belief sich bereinigt auf 48,8 Mio. Euro und berichtet auf 34,9 Mio. Euro. Die Vorjahreswerte beliefen sich bereinigt auf 46,5 Mio. Euro berichtet auf 88,9 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt der Vorstand den Ausblick von einem Umsatz leicht über Vorjahresniveau von 1.607 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der verkauften Geschäftsbereiche von 75 Mio. Euro, ergibt sich damit ein organisches Wachstum von 8 Prozent. Die starke Allokation von Microchips für KI-Rechenzentren führten im ersten Halbjahr 2026 zu aufgebauten Kundenrückständen (Delinquent Backlog) von zuletzt 50,4 Mio. Euro.Gelingt der Abbau dieser Rückstände könnte der Umsatz um diesen Betrag steigen, wie es heißt. Der Vorstand erwartet für 2026 unverändert ein bereinigtes EBITDA von 225 Mio. Euro vor Restrukturierungsaufwendungen von rund 25 Mio. Euro.
Die estnische Flugsicherung (Estonian Air Navigation Services = EANS) hat den operativen Betrieb von Digital NOTAM (Notice to Airmen) mit der Frequentis CADAS-Produktsuite aufgenommen, es handelt sich dabei um eine der ersten operativen Implementierungen von Digital NOTAM in Europa, wie Frequentis betont. "Die Inbetriebnahme der Digital NOTAM-Dienste ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg der digitalen Transformation", sagt Tatjana Armulik, Leiterin der Abteilung Aeronautical Information Management bei EANS. "Gemeinsam mit Frequentis haben wir eine moderne digitale AIM-Lösung geschaffen, die es uns ermöglicht, aeronautische Informationen schneller, präziser und konsistenter bereitzustellen und gleichzeitig die Grundlage für zukünftige Konzepte des Air Traffic Managements (ATM) zu schaffen."
Die BKS Bank verzeichnete im 1. Halbjahr 2026 ein Kreditwachstum von 1,0 Mrd. Euro, was einer Steigerung um 31 Prozent gegenuber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Mit 38,9 Mio. Euro (+8,2 Prozent) wurde ein neuer Rekord beim Provisionsergebnis erzielt. Dieser ist laut BKS vor allem auf das starke Wertpapiergeschaft zuruckzufuhren (+15,4 Prozent). Insbesondere die KI- Rallye sorgte fur reihenweise neue Allzeithochs an den internationalen Aktienmarkten. „Immer mehr Menschen nutzen unsere Brokerage-Angebote und profitieren so von den Chancen der Kapitalmärkte“, ist CEO Nikolaus Juhasz uberzeugt. „Das gute Provisionsergebnis ist auch eine Bestatigung unseres strategischen Ansatzes, die Ertragsseite starker zu diversifizieren.“ Im ersten Halbjahr blieb das Zinsergebnis mit 113,6 Mio. Euro um 7,2 Prozent unter dem Vorjahres-Halbjahr. Auch das Ergebnis nach Steuern fiel etwas geringer aus. Die BKS verbucht einen Halbjahresgewinn nach Steuern von 70,0 Mio. Euro (Vorjahr: 78,4 Mio. Euro). Ein Grund dafur ist, wie bereits im Vorquartal berichtet, dass es im 1. Quartal 2025 einen positiven Einmaleffekt in Hohe von 5 Mio. Euro gab, wird im Halbjahres-Bericht erklärt. Die Risikovorsorgen liegen im Halbjahr bei -24,6 Mio. Euro (Vorjahr: -19,6 Mio. Euro). Juhasz. „Mit strikter Kostendisziplin und vorausschauendem Risikomanagement ist die BKS Bank fur das zweite Halbjahr sehr gut aufgestellt. An unseren ambitionierten Jahreszielen halten wir fest.“
Die Porr setzt beim Wohnbauprojekt Kladno Living in Tschechien einen Roboter ein. Der Roboter WLTR, genannt „Walter“, errichtet tragende Wände und Wohnungstrennwände aus plangeschliffenen Akustikziegeln. Das Bauprojekt in Kladno bei Prag umfasst fünf Gebäude mit 371 Wohnungen sowie Garagenplätzen. Seit 2025 hat die Porr den Mauerroboter im Testbetrieb: Er verarbeitet einzelne Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 kg und setzt sie auf Basis des digitalen Projektmodells millimetergenau. Der Test diente dabei der Bewertung der Praxistauglichkeit unter realen Baustellenbedingungen. Porr-CEO Karl-Heinz Strauss: „Digitalisierung und Robotik zählen zu den langfristigen strategischen Prioritäten der PORR. Robotergestütztes Mauern ist ein konkretes Beispiel dafür, wie moderne Technologien zu sichererem und effizienterem Bauen beitragen können.“
Oddo BHF stuft die Erste Group-Aktie von "Neutral" auf "Outperform" hoch, das Kursziel liegt bei 138,52 Euro.
Die Analysten der UBS haben ihr Sell-Rating für die Verbund-Aktie bestätigt. Auch das Kursziel in Höhe von 55,00 Euro wurde beibehalten.
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