Die steigenden Investitionen in Sicherheit sowie Technologie-Upgrades sorgen für Wachstum und eine gute Auftragslage bei Frequentis. Wie berichtet, verzeichnet das Unternehmen per Ende Juni 2026 einen Auftragsstand von 835 Mio. Euro. "Das sind ausschließlich tatsächlich vom Kunden unterschriebene Aufträge", so Frequentis CEO Norbert Haslacher bei einem Online-Gespräch am Donnerstag, und deutet darauf hin, dass einige bereits budgetierte Aufträge diese Zahl in etwa verdoppeln würden. Durch die geopolitische Situation liegt der Defense-Bereich des Unternehmens derzeit bei einem Umsatz-Anteil von 16 bis 20 Prozent. „Das Margen-Profil bei Defense ist höher als in anderen Bereichen und liegt im zweistelligen Bereich,“ so der CEO und erklärt: "Die Länder kaufen Fähigkeiten, und damit diese Fähigkeiten funktionieren wird auch entsprechend Geld ausgegeben." Aber auch der Bahn-Bereich wächst aufgrund einer notwendigen Umrüstung von GSM-R auf FRMCS. Eine neue Technologie (MCX/Mission Critical Services), auf die umgestellt werden muss, gibt es auch im Blaulicht-Bereich. Um die zahlreichen Projekte auch liefern zu können, seien zuletzt 400 neue Mitarbeitende eingestellt worden. Insgesamt ist die weltweite Belegschaft auf über 3000 Personen angewachsen. Wie berichtet, hat Frequentis im Halbjahr ein positives EBIT erzielt, was aufgrund der Saisonalität im Behörden-Geschäft untypisch ist. Verantwortlich dafür ist mitunter ein Programm aus den USA, wie Haslacher erklärt. Generell verzeichnet Frequentis in den USA, aber auch in der gesamten Americas-Region, gute Aufträge. Allein für die amerikanische Flugsicherung wurde überparteilich ein Budget von 12 Mrd. Dollar festgelegt. Auf Frequentis entfallen bisher 500 Mio. Euro, 200 Mio. Euro sind bereits abgerufen worden, so Haslacher. Für die USA wurden etwa 15.000 IP-basierte Konvertereinheiten für die Luft-Boden-Kommunikation produziert. Zudem wird die Einführung eines modernisierten Sprachkommunikationssystems (X10) in den USA vorbereitet. Auch ein Zertifizierungsprozess für Remote Tower für den US-Luftraum läuft derzeit. Der Markt für Remote Tower in den USA sei groß, so Haslacher. Aus heutiger Sicht könne man sechs bis acht Remote Tower pro Jahr liefern, es wird daran gearbeitet, die Zahl auszubauen. Insgesamt seien die Wachstums-Parameter aufgrund der Zunahme der Mobilität und der erhöhten Sicherheits-Ausgaben intakt, so Haslacher, der vor dem intensivsten Quartal des Jahres steht. "Das 4. Quartal ist immer das stressigste, da hier Aufträge und Budgets finalisiert werden."
Die Analysten der Erste Group erhöhen das Kursziel für die Strabag von 109,50 Euro auf 124,0 Euro und bekräftigte ihre Kauf-Empfehlung. Die positive Empfehlung sei von starkem Wachstum und der Rentabilität bestärkt, so die Experten.
Kontron-CEO Hannes Niederhauser hat den Erwerb von weiteren 3000 Aktien gemeldet. Gekauft hat er zu einem Kurs von 20,68 Euro, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Zuletzt hat er immer wieder Zukäufe gemeldet.
Die Analysten der Baader Bank stufen die Verbund-Aktie weiter mit Reduce ein und passen das Kursziel von 59,7 Euro auf 61,1 Euro an. Sie meinen: "Wir sind überzeugt, dass Verbund aufgrund seiner geringen Gasabhängigkeit weiterhin besonders widerstandsfähig ist und sich daher als potenzieller Gewinner erweist. Allerdings erwarten wir, dass das Aufwärtspotenzial durch zwei Faktoren begrenzt bleibt: Den bis 2030 geltenden Energiekrisen-Beitrag und die Rückkehr zu normaleren Wasserkraftbedingungen nach einem außergewöhnlich trockenen Sommer in Österreich. Wir möchten zudem hervorheben, dass die Gruppe mit einem Nettoverschuldungsgrad von ca. 2x (Nettoverschuldung/EBITDA) zu den am wenigsten verschuldeten Unternehmen in unserem Beobachtungsbereich zählt und daher besonders widerstandsfähig gegenüber höheren Zinsen ist." Die Analysten haben ihre Gewinnprognose je Aktie für 2027 auf 3,77 Euro (vs 3,59 Euro) erhöht und dabei einen erreichten Wasserkraftpreis von 90 Euro/MWh (gegenüber zuvor 85 Euro/MWh) berücksichtigt. Dies würde den jüngsten Anstieg der kurz- und mittelfristigen Stromterminpreise widerspiegeln, der durch höhere europäische Gaspreise bedingt sei, so die Baader-Experten.
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