Frequentis bestätigt die im Juli bekanntgegebenen Halbjahres-Zahlen und berichtet über einen starken Trend bei den Aufträgen: Der Umsatz stieg im Periodenvergleich um 44,8 Prozent auf 342,9 Mio. Euro und wurde laut dem Unternehmen ausschließlich organisch erzielt. Das Segment Air Traffic Management erhöhte den Umsatz um 59,4 Prozent auf 263,4 Mio. Euro, während Public Safety & Transport um 11,2 Prozent auf 79,5 Mio. Euro zulegte. Regional entfielen 48 Prozent des Umsatzes auf Europa und 39 Prozent auf Nord- und Südamerika. Das EBIT erreichte 15,6 Mio. Euro nach -4,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, da anders als in typischen Jahren im 1. Halbjahr 2026 zahlreiche Projektmeilensteine früher als ursprünglich geplant erreicht wurden und sich dadurch Umsatz- und Ergebniseffekte vom 2. in das 1. Halbjahr verschoben haben, wie das Sicherheits-Unternehmen mitteilt. Dabei verzeichnete das Segment Air Traffic Management ein positives EBIT von 18,9 Mio. Euro, nach -7,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wahrend das Segment Public Safety & Transport (PST) ein EBIT von -3,3 Mio. Euro auswies (1. Halbjahr 2025: 2,9 Mio. Euro). Die EBIT-Marge liegt zum Halbjahr bei 4,6 Prozent. Der Periodengewinn wird mit 12,1 Mio. Euro ausgewiesen, gegenüber einem Wert von -3,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Im Halbjahres-Bericht informiert das Unternehmen, dass im Segment PST gezielt in MCX (Mission Critical Services fur Einsatzkrafte) und FRMCS (Future Railway Mobile Communication System fur Eisenbahnen) investiert werde, obwohl dies das EBIT aktuell belastet. Diese Vorleistungen seien notwendig, um den Kunden rechtzeitig marktreife Losungen anbieten und zukunftige Geschaftspotenziale erschließen zu konnen, betont Frequentis. Der Auftragsstand überschritt erstmals die Marke von 800 Mio. Euro und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Frequentis CEO Norbert Haslacher. "Mit einem Auftragsstand von 835 Mio. Euro verfügen wir über eine ausgezeichnete Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens." Der Auftragseingang erhöhte sich um 17 Prozent auf 361,7 Mio. Euro. Besonders das Segment Air Traffic Management entwickelte sich laut dem Unternehmen sehr positiv. Des weiteren teilt das Unternehmen mit, ein Aktienerwerbsprogramm von bis zu 10.000 Aktien zu starten. Der Rückerwerb erfolgt ausschließlich über die Wiener Börse und dient der Bedienung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus dem Long Term Incentive Plan für den Vorstand sowie jedem anderen gemäß AktG zulässigen Zweck. Derzeit hält die Gesellschaft 5.081 eigene Aktien. Das Rückerwerbsprogramm beginnt am 24.08.2026 und endet spätestens am 31.01.2027.
Andritz hat von Greenply Speciality Panels den bereits zweiten Auftrag für die Lieferung eines Druckzerfaserungssystems für eine Produktionsanlage für mitteldichte Faserplatten (MDF) in Indien erhalten. Der Auftragswert wird nicht bekanntgegeben. Der Lieferumfang umfasst ein komplettes Druckzerfaserungssystem mit einer Kapazität von 25 t/h, das System verfügt über das Andritz C-Feeder-Konzept sowie eine Stopfschnecke mit AdvaProtect-Segmenten für erhöhte Verschleißfestigkeit und Betriebssicherheit. Darüber hinaus liefert Andritz einen S 1056 Refiner und einen Vertikalkocher, um die Zerfaserungseffizienz weiter zu verbessern.
Die Analysten von Oddo BHF stufen die Uniqa-Aktie weiter mit Neutral ein und erhöhen das Kursziel von 16,5 Euro auf 19,0 Euro. Sie meinen: "Uniqa zeichnet sich durch ein attraktives Dividendenprofil mit einer Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent und einer Dividendenrendite von ca. 5 Prozent aus und ist damit eine überzeugende Wahl für einkommensorientierte Anleger. Diese hohe Rendite wird durch ein konstantes Dividendenwachstum und eine robuste Solvabilität II-Quote von über 270 Prozent gestützt, die deutlich über dem internen Ziel von 180 bis 230 % liegt und Flexibilität für die Kapitalumschichtung bietet. Uniqa notiert derzeit mit einem Aufschlag von ca. 4 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen KGV der Branche für 2026 von 11,8."
Die Analysten von Montega stufen die Aktie der Österreichischen Post nach Zahlen-Vorlage weiter mit Buy und Kursziel 38,0 Euro ein. Sie meinen: "Die Q2-Zahlen bestatigen den erwarteten Ubergangscharakter des ersten Halbjahrs. Operativ beschleunigt sich das Paketgeschaft, wahrend die erwarteten H2-Preisanpassungen die Lucke zum Jahresziel schließen sollten."
Beim Pflichtangebot von Ennoconn für Kontron sind nun sämtliche Angebotsbedingungen erfüllt, auch die erforderliche Investitionskontroll-Freigabe in Deutschland vom Bundeswirtschaftsministerium wurde erlangt. Der Vollzug des Angebots soll am 20. August 2026 erfolgen. Ennoconn wird auch anschließend nicht über die Mehrheit der Stimmrechte verfügen. Ein weiterer Ausbau der Beteiligung sei nicht geplant, teilt Kontron, die weiter eigenständig bleiben soll, mit. Strategisch will der IoT-Konzern seinen Fokus auf technologische Führungspositionen sowie den Ausbau des Software-and-Solutions-Geschäfts fortsetzen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit Foxconn und Ennoconn intensiviert werden. Aus dieser Kooperation verspricht sich Kontron mittelfristig Synergien von 40 Mio. Euro. Kontron-CEO Hannes Niederhauser hat seit Donnerstag, dem Tag der Halbjahreszahlen-Präsentation, immer wieder Aktien erworben. Am Montag waren es weitere 3000, in der Vorwoche waren es in Summe 8000 Stück.
wienerberger-CEO Heimo Scheuch legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung nieder. Der Aufsichtsrat hat Gerhard Hanke, COO Zentral & Ost und stellvertretender CEO, mit sofortiger Wirkung zum Interim-CEO ernannt. Das Unternehmen leitet nun eine strukturierte Suche nach einem langfristigen Nachfolger ein.
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