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FACC-Zahlen, Kontron kauft Aktien, News zu Frequentis, Andritz, Palfinger, Research zu Verbund

FACC hat heute die Bilanzpressekonferenz abgehalten. CEO Robert Machtlinger ging dabei auch auf die aktuelle Situation in Nahost ein und meinte, dass es bisher keine negativen Signale aus der Flugzeugindustrie gebe. "Wir sehen keinen Impact seitens der Kunden." Auch hinsichtlich steigender Energiekosten und Materialbedarf sei man aufgrund von Hedging-Aktivitäten für die nächsten Monate gut aufgestellt, wie Machtlinger betont. Aber, aufgrund der laufend neuen Herausforderungen "haben wir gelernt, in Szenarien zu denken", wie er meint. "Wir beobachten sehr genau, wir planen Szenarien und können schnell reagieren." Die aktuelle Situation sei für die Branche gut managebar, wie er meint. Aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklungen habe man aber die Spanne für das erwartete Umsatz-Wachstum in 2026 mit + 5 bis +15 Prozent vorerst eher breit angesetzt. Erhebliche Effekte werden aus dem Effizienzsteigerungsprogramm und Skaleneffekte erwartet. Deshalb geht man von einer weiteren Verbesserung der EBIT-Marge, mit Ziel 8 bis 10 Prozent in 2027, aus (EBIT-Marge 2025: 4,3 Prozent). Derzeit gebe es bei allen bestehenden Zivilflugzeug-Plattformen einen Ratenhochlauf, wie der CEO hervorhebt. Der Order-Backlog, der nach dem Jahr 2024  mit ca. 6 Mrd. Euro beziffert wurde, habe sich um weitere mehr als 500 Mio. Euro erhöht. Ende 2025 liegt der Backlog bei 17.770 Flugzeugen. Speziell auch der Advanced Air Mobility-Bereich zeige starke Wachstumsraten. Die Serienfertigung bei einer Logistik-Drohne sei gestartet, bis 2030 erwartet man bei FACC Umsätze aus dem Segment in Höhe von 150 Mio. bis 200 Mio. Euro. Der Free Cashflow wurde von 7,7 Mio. Euro in 2024 auf nunmehr 59,1 Mio. Euro erhöht. "Das erlaubt uns die Ausschüttung einer Dividende," so CFO Florian Heindl. Nach Jahren ohne Dividende soll für 2025 eine Ausschüttung von 0,1 Euro je Aktie erfolgen. Wie bereits angekündigt, will FACC bis 2030 insgesamt 350 Mio. Euro investieren, darunter auch in ein neues Werk in Österreich, in das 120 Mio. Euro fließen werden. Aber auch in bestehende Werke soll investiert werden, ev. auch in interessante starke Wachstumsmärkte, wie Machtlinger anklingen lässt. Als sehr spannend sieht er mitunter den indischen Markt an. Hier noch die Zahlen für 2025: Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 um 11,3 Prozent auf 984,4 Mio. Euro, das Ergebnis fiel mit 42,3 Mio. Euro um 49,4 Prozent höher aus, die EBIT-Marge konnte von 3,2 Prozent auf 4,3 Prozent verbessert werden.  Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 21,184 Mio. Euro (vs. 6,355 Mio. Euro in 2024).

Wie bereits vom Unternehmen angekündigt, will Kontron das aktuell, laut Vorstand "attraktive Kursniveau", für Aktienrückkäufe nutzen. Es sei heute beschlossen worden ein Rückkaufprogramm durchzuführen, teilt das Unternehmen mit. Das Programm umfasst bis zu  2.900.000 Aktien (4.54 Prozent des Aktienkapitals). Der Rückkauf startet voraussichtlich am 26. März 2026 und läuft bis längstens 30. September 2026. Der maximale Preis liegt bei 24,0 Euro pro Aktie. Der anvisierte maximale Gesamtbetrag, der von Kontron AG für das Aktienrückkaufprogramm I 2026 aufgewendet wird, liegt bei 50 Mio. Euro.

Frequentis hat ein cloudbasiertes Leitstellensystem für den West Yorkshire Fire & Rescue Service (WYFRS) im Vereinigten Königreich geliefert. Die Lösung kombiniert Frequentis LifeX mit der Unique Computer Aided Dispatch (CAD) Plattform der Frequentis-Tochter Regola und bietet eine einheitliche Umgebung für Sprach-, Daten- und Dispatch-Operationen an. Das cloudbasierte Modell reduziert den Bedarf an Infrastruktur vor Ort und vereinfacht die laufende Wartung. Damit wurde erstmals bei einem britischen Notfalldienst eine echte Public-Cloud-Lösung umgesetzt. Die Einrichtung, die nun vom Hauptquartier der WYFRS aus betrieben wird, unterstützt 40 Feuerwachen und ermöglicht ein effektives Notfallmanagement in einer vielfältigen Landschaft aus ländlichen Gebieten, Klein- und Großstädten, die sich über eine Fläche von 800 Quadratmeilen erstreckt und mehr als 2,2 Millionen Menschen versorgt.

Andritz erhält vom chinesischen Papierhersteller Wuzhou Special Paper (Jiangxi) Co. Ltd. einen Auftrag zur Lieferung von Technologien und Ausrüstungen für ein neues Zellstoffwerk in Hukou County. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. Der Auftrag umfasst die zentralen wertschöpfenden Bereiche eines modernen Zellstoffwerks, darunter die Faserlinie, die chemische Rückgewinnung, die Energieerzeugung sowie Dekarbonisierungstechnologien.

Palfinger startet eine Vertriebspartnerschaft mit APS (Access Platform Sales) für den britischen Markt, um sein Hubarbeitsbühnengeschäft in Großbritannien auszubauen. APS übernimmt den Vertrieb und den Kundendienst für das Hubarbeitsbühnengeschäft von Palfingerin ganz Großbritannien.

Reseach: Die Analysten der UBS bestätigen die Sell-Empfehlung und das Kursziel in Höhe von 55,0 Euro für die Verbund-Aktie. Die derzeitige Sondergewinnsteuer in Österreich würde das Aufwärtspotenzial durch einen höheren Strompreis begrenzen, so die Analysten.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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