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Zahlen von FACC, DO&CO, Semperit, Post, News zu UBM, Reploid, RBI

Der Aerospace-Zulieferer FACC hat die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2025 um 8,6 Prozent auf 697,6 Mio. Euro steigern können. Das EBIT blieb mit 21,5 Mio. Euro annähernd stabil (Vergleichsperiode 2024: 21,8 Mio. Euro) und ist nach wie vor von Verwerfungen in den internationalen Lieferketten und Materialkostensteigerungen belastet, wie das Unternehmen erklärt. Die EBIT-Marge liegt bei 3,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 3,4 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern wird nach drei Quartalen mit 8,9 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahreszeitraum: 5,2 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr wird von einem Umsatz im Bereich von rund 1 Mrd. Euro ausgegangen, was einem Wachstumsziel von über 10 Prozent entspricht. Die EBIT-Marge in 2025 wird zwischen 4 und 5 Prozent erwartet (2024: 3,2 Prozent). Damit wurde der Ausblick konkretisiert, zu den Halbjahreszahlen wurde lediglich eine Verbesserung gegenüber 2024 in Aussicht gestellt.

Das Catering-Unternehmen DO & CO hat im Halbjahr die Umsätze um 9,3 Prozent auf 1.236,80 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 1.131,14 Mio. Euro) und damit das umsatzstarkste 1. Halbjahr der Unternehmensgeschichte erreicht, wie das Unternehmen betont. Das EBITDA betragt im 1. Halbjahr 149,66 Mio. Euro (VJ: 120,34 Mio. Euro). Das EBIT wird mit 106,72 Mio. Euro ausgewiesen (VJ: 83,37 Mio. Euro).  Die EBIT-Marge betragt 8,6 Prozent (VJ: 7,4 Prozent). Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Geschaftsjahres 2024/2025 ist das Konzernergebnis um 20,9 Prozent auf 53,46 Mio. Euro gestiegen. Der Bestand an liquiden Mitteln lbeträgt 208,27 Mio. Euro. DO & CO rechnet im weiteren Verlauf in allen Divisionen (Airline, Events, Restaurants) mit einer erfreulichen Entwicklung. Das Management ist überzeugt, dass bei gleichbleibendem Marktumfeld die gesetzten Unternehmensziele zu erreichen sind. Zuletzt stellte man für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent und eine EBIT-Marge von 8,5 Prozent in Aussicht.

Die Semperit-Gruppe erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen einen Umsatz von 483,4 Mio. Euro (-4,6 Prozent), ein EBITDA von 52,0 Mio. Euro (–18,6 Prozent) und ein operatives EBITDA vor Projektkosten von 55,6 Mio. Euro (-14,3 Prozent). Das EBITDA verbesserte sich allein im 3. Quartal auf 21,3 Mio. Euro (+92 Prozent vs. Q1 and +9 Prozent vs. Q2’25). Das Ergebnis nach Steuern liegt nach drei Quartalen bei -8,4 Mio. Euro (Vorjahresperiode: +7,1 Mio. Euro). Laut Semperit spiegelt das Ergebnis nach Steuern  die Gesamtentwicklung einschließlich Nettowährungseffekten in Höhe von –4,2 Mio. Euro wider. Der Free Cashflow – der um Zinszahlungen bereinigte Netto-Geldfluss, der für strategisches Wachstum, Dividenden und Tilgung von Fremdkapital zur Verfügung steht – entwickelte sich mit 22,3 Mio. Euro stabil (Vorjahr: 22,4 Mio. Euro). Die Liquiditätsreserven beliefen sich auf 86,6 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 126,0 Mio. Euro), nachdem im dritten Quartal ein Schuldscheindarlehen mit Nominale von 31 Mio. Euro aus eigenen Mitteln rückgeführt wurde. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein operatives EBITDA (vor Projektkosten) von rund 78 Mio. Euro erwartet (zuvor: 65 Mio. bis 85 Mio. Euro).

Die UBM wird am 13. November 2025 die noch ausstehenden 75,06 Mio. Euro der 2,75% UBM-Anleihe 2019-2025 mit einem Volumen von 120 Mio. Euro pünktlich zurückzahlen, wie es in einer Aussendung heißt. Bereits im November 2024 und Oktober 2025 wurden 44,94 Mio. Euro in die UBM Green Bonds 2024 und 2025 umgetauscht. Zum letzten Berichtsstichtag am 30. Juni 2025 verfügt die UBM über liquide Mittel in Höhe von 167,3 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 30,1 Prozent. Bis zum Mai 2026 werden bei der UBM keine weiteren Anleihen-Rückzahlungen fällig.

Die Umsatzerlöse der Österreichischen Post in den ersten drei Quartalen 2025 lagen mit 2.212,4 Mio. Euro um 1,1 Prozent unter dem Niveau der Vorjahresperiode, in der es mit Wahlen und Währungseffekten positive Sondereffekte gab. Dies spiegelt sich auch in der Ergebnisentwicklung wider: Das EBITDA reduzierte sich in der Berichtsperiode um 3,2 Prozent auf 295,1 Mio. Euro und das EBIT ging um 6,6 Prozent auf 135,1 Mio Euro zurück. Die 2020 gegründete bank99 hat mit ihren rund 300.000 Kund*innen in Österreich laut Post positiv zum Gesamtergebnis beigetragen. So ergab sich ein Periodenergebnis in den ersten drei Quartalen 2025 von 97,3 Mio. Euro (–8,3 Prozent). Laut Post sind die Rahmenbedingungen aktuell "anspruchsvoll". Kunden würden einen Kostendruck spüren, gleichzeitig führe die Digitalisierung zu rückläufigen Entwicklungen im Brief- und Werbegeschäft. Außerdem gebe es einen intensiven Wettbewerb in den wachsenden Paketmarkten. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein EBIT etwas unter dem Vorjahr erwartet (EBIT 2024: 207,3 Mio. Euro). Seitens der Raiffeisen-Analysten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Zahlen: "Angesichts des starken Vergleichsjahres musste die Österreichische Post im Q3 2025 einen Umsatzrückgang hinnehmen, welcher zudem deutlicher als erwartet ausfiel. Operativ entwickelte sich das Unternehmen jedoch überraschend positiv."

Die börsengelistete Reploid Group AG, die auf die nachhaltige Zucht von Insektenlarven aus der Schwarzen Soldatenfliege spezialisiert ist, hat sich eine innovative Finanzierung in Form eines Revenue-based Financing gesichert. Das Unternehmen erhält Wachstumskapital von Tauros Capital, die Rückzahlung an Tauros erfolgt über eine Beteiligung am Umsatz. Näheres zu den Vertragsbedingungen wird in einer Presseinfo nicht bekanntgegeben. Reploid-Gründer Philip Pauer: „Wir streben danach, zum weltweiten Technologieführer im Bereich modularer Insektenproduktion zu werden. Mit dem Wachstumskapital von Tauros Capital kommen wir dieser Vision einen großen Schritt näher. Denn Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Regionalität sind kein Trend sondern vielmehr ein Zukunftsmodell und eine Lebenseinstellung.“

Die Raiffeisen Bank International (RBI) und die ODDO BHF Gruppe erweitern die Partnerschaft um den Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) in Österreich, Zentral- und Osteuropa (CEE). Bekanntermaßen wurde im Dezember 2023 eine Kooperation im Bereich Equity Brokerage und Equity Research gestartet. Im Zuge der erweiterten Zusammenarbeit wechselt nun das 15-köpfige M&A-Team der RBI bis Ende Dezember 2025 an den Standort Wien der ODDO BHF Gruppe.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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