Die Erste Group startet eine neue Informations-Initiative für Kunden bzw. Anleger. Im Mittelpunkt steht die neue jährliche Publikation "Erste Insights", die einen Überblick über aktuelle globale Themen sowie Herausforderungen und die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte umfasst. Die Publikation soll den Erste-Kunden, begleitend zur persönlichen Beratung, ein Verständnis für Anlagemöglichkeiten fern von klassischen Einlagen mitgeben, wie CIO Rainer Hauser bei einer Pressekonferenz betont. Die neue Publikation soll kommenden Dienstag (13.1.) auf der Erste Group Website zur Verfügung stehen. Bei der Präsentation am Erste Campus gaben sich Erste Group-Chefökonom Fritz Mostböck, CIO Rainer Hauser und Veranlagungschef der Erste AM Gerold Permoser weiter positiv gestimmt für die Aktienmärkte. Sie erwarten auch 2026 eine positive Entwicklung, wenngleich diese aber moderater ausfallen dürfte. Permoser fasst die Marktstimmung als "Risk On aber ohne All in" zusammen. Diversifikation mit einer Beimischung von zB Alternatives sei das Um und Auf. Auch für die zuletzt gut gelaufenen heimischen Aktien seien die Voraussetzungen weiter intakt. Fritz Mostböck hebt hier einmal mehr die Positionierung der Austro-Unternehmen in CEE positiv hervor, die etwa 65 bis 75 Prozent der Marktkapitalisierung an der Wiener Börse ausmachen würde. "Der Rest der Unternehmen sind globale Marktnischenplayer," sagt er bei der Pressekonferenz. Er sieht im langfristigen Aufholpotenzial bei etwa Löhnen und Wohlstand und den Förderungen der EU für die CEE-Region insgesamt einen Vorteil für die dort stark verwurzelten österreichischen Unternehmen.
Die Michael Ehlmaier Holding GmbH hat den Minderheitsanteil der CPI Europe AG an der EHL Immobilien GmbH übernommen und die Anteile damit von 51 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. CPI Europe AG hatte 2011 49 Prozent der Geschäftsanteile an der EHL Immobilien GmbH erworben und hat sich laut EHL nun aufgrund der geänderten Unternehmensstrategie für den Verkauf der Anteile entschieden.
Die Bawag ändert das deutsche Privatkundengeschaft, das bisher unter Barclaycard und Barclays Consumer Bank Europe lief, ab Februar 2026 auf die Marke easybank. Bekanntermaßen hat die Bawag den Standort in Hamburg Anfang 2025 von der britischen Barclays Group gekauft, unter der neuen Marke easybank soll das Geschäft nun weiter wachsen. Die technische Migration in die Bawag Group wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Spätestens 2027 soll auch das Produktangebot in Deutschland vergrößert werden. So ist der Einstieg in das Online-Brokerage geplant. Daruber hinaus treibt die Direktbank den Ausbau des Geschäfts mit neuen Kooperationen voran.
Die Analysten von Raiffeisen Research stufen die Telekom Austria-Aktie weiter mit "Kauf" und Kursziel 10,0 Euro ein. "Der hart umkämpfte heimische Markt stellt nach wie vor eine signifikante Herausforderung für das Unternehmen dar, sodass dort die Investitionsausgaben weiter zurückgeschraubt wurden. Umso mehr überzeugen jedoch die internationalen Märkte, wo oftmals deutliche Erlöszuwächse verzeichnet werden konnten. Insbesondere mit der Cloud-Lösung Exoscale erreicht das Unternehmen zudem immer mehr europäische Geschäftskund:innen, was sich in der positiven Entwicklung des ICT-Bereichs niederschlug. Aus Bewertungssicht verspricht die Aktie zudem ein solides Kurspotenzial bei einer attraktiven Dividendenrendite," fassen die Analysten zusammen.
Research: Die Analysten von Raiffeisen Research haben in ihrer Jänner 2026-Überprüfung keine Änderungen an ihrer Top Picks-Liste vorgenommen. Begründung: "Aufgrund des relativ guten Jahresstarts der internationalen Aktienmärkte und der strategisch ausgewogenen Ausrichtung sehen wir dieses Mal keinen Anpassungsbedarf bei der Allokation der Top-Picks-Liste." Die Liste besteht somit weiter aus: Amazon, AMD, Heineken, Kapsch TrafficCom, Merck, Mondelez, Nike, Novo Nordisk, OMV, Palfinger, Rosenbauer, SAP, Sanofi, SBO, Strabag, Unilever, Vonovia, Zalando. Zu einzelnen Austro-Aktien in der Liste meinen die Raiffeisen-Experten: "SBO könnte von den wirtschaftlichen Folgen der US-Militäroperation in Venezuela profitieren. Der Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors durch US-Ölkonzerne könnte die Nachfrage nach Bohr- und Downhole-Werkzeugen ankurbeln. Korruption, mangelnde Investitionen und die US-Sanktionen haben der Industrie des südamerikanischen Landes jahrelang schwer zugesetzt. Bei Palfinger und Strabag stützten weitere Details zum deutschen Infrastrukturpaket sowie die Hoffnung auf einen möglichen Wiederaufbau der Ukraine."
Karriere: Hans Joachim Rinner wurde in die Geschäftsführung der Strabag Property and Facility Services GmbH Österreich berufen. Gemeinsam mit den bisherigen Geschäftsführern Stefan Babsch und Matthias Plattner wird er die Landesgesellschaft mit Sitz in Wien leiten. Von Österreich aus steuert Strabag PFS auch die internationalen Aktivitäten in Polen, Tschechien, der Slowakei und Luxemburg.
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