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News zu Bajaj Mobility, Porr, Reploid, Andritz, Semperit, Addiko

Die Bajaj Mobility-Aktie legt am Donnerstag Vormittag mehr als 4 Prozent zu. Das Unternehmen hat gestern nach Marktschluss erste Zahlen zum 2. Quartal bekanntgegeben. Der finale Halbjahres-Bericht wird am 27. August veröffentlicht. Bajaj Mobility hat vorläufigen Zahlen zufolge den Umsatz im Motorradsegment nach 330 Mio. Euro im 1. Quartal auf 370 Mio. Euro im 2. Quartal gesteigert (Q2/25: 205 Mio. Euro). In Summe erreichte die Bajaj Mobility AG im 1. Halbjahr 2026 einen Umsatz von rund 700 Mio. Euro (1. HJ 2025: 373 Mio. Euro). Derzeit befindet sich das Unternehmen in der Restrukturierung. Das klare Ziel des Managements ist es, die Profitabilitat deutlich zu steigern. Eine Ergebnis-Steigerung zum Vorquartal konnte offenbar bereits erreicht werden. Laut Bajaj Mobility wird im 2. Quartal eine EBITDA-Marge von rund 8,7 Prozent erwartet. Dies würde für das Q2 einem EBITDA-Wert von ca. 32,2 Mio. Euro entsprechen. Zum Vergleich: Im 1. Quartal lag das EBITDA bei 5,5 Mio. Euro. Auch die Verkaufszahlen haben sich erhöht: Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 147.572 Motorrader weltweit verkauft (Vorjahreszeitraum: 81.336).

Wichtiger Meilenstein beim Ausbau der Münchner Verkehrsinfrastruktur für die Porr: Die DB InfraGO AG hat am 30. Juni 2026 die Bauoption für die Vergabeeinheit (VE) 734 der zweiten S-Bahn-Stammstrecke München abgerufen. Damit startet nun offiziell die Bauphase für einen zentralen Tunnelabschnitt. Der Auftragsanteil der Porr liegt im dreistelligen Millionen Euro Bereich. „Mit dem Start der Bauphase leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Mobilität in München. Die zweite S-Bahn-Stammstrecke ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Deutschlands. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn und unseren Projektpartnern bringen wir unsere Kompetenzen ein, um dieses Vorhaben erfolgreich umzusetzen“, sagt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Bereits im April 2025 hatte die Porr den Zuschlag für die MPV-Phase 1 für die Vergabepakete 2 und 3 erhalten.

Reploid gründet ein Joint Venture mit der PreZero Stiftung. Die gemeinsame Gesellschaft „Circular Organics Reploid V+V GmbH & Co. KG“ wird am Standort der Abfallwirtschaft Neckar-Odenwald (AWN) in Buchen, Deutschland, angesiedelt und lebende Larven der Schwarzen Soldatenfliege von beiden Partnern ankaufen, diese zu tiefgefrorenen Protein-Platten verarbeiten und den Vertrieb des Endprodukts verantworten. An der neuen Gesellschaft wird PreZero 51 Prozent und Reploid 49 Prozent der Anteile halten. PreZero ubernimmt kunftig die operative sowie administrative Betriebsfuhrung der Gesellschaft, wahrend Reploid den Bereich Forschung und Entwicklung (R&D) steuert, wie Reploid in einer Aussendung mitteilt.
Des weiteren informiert Reploid, dass das International Sales & Business Development Team mit Keith Driver als Head of Business Development, North America verstärkt wird. Er zählt laut Reploid seit Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten der nordamerikanischen Insektenwirtschaft, unter anderem als ehemaliger Project Director von Ty-Pro LLC, als Vorstandsmitglied der NACIA (North American Coalition for Insect Agriculture), als Gründer des Frass Institute sowie als ehemaliger CEO der Enterra Corporation.

Die österreichische Übernahmekommission hat die von der Nova Ljubljanska banka (NLB) vorgeschlagenen Änderungen am Übernahmeangebot an die Addiko-Aktionäre genehmigt: So wird die Mindestannahmeschwelle des freiwilligen öffentlichen Barübernahmeangebots von 75 Prozent auf über 50 Prozent gesenkt und die Annahmefrist bis Mittwoch, den 29. Juli 2026, verlängert. Wichtig: Die NLB weist in einer Aussendung darauf hin, dass Aktionäre, die das Konkurrenzangebot bereits angenommen haben, ihre Annahmeerklärungen bis Donnerstag, den 23. Juli 2026, widerrufen und ihre Aktien im Rahmen des NLB-Angebots andienen können. Das Angebot der NLB sei dem konkurrierenden RBI-Angebot nun sowohl finanziell als auch hinsichtlich der Annahmeschwelle überlegen, so die NLB. Der Angebotspreis von 37,00 Euro je Addiko-Aktie entspricht einem Aufschlag von 39,6 Prozent gegenüber dem Konkurrenzangebot (RBI: 26,5 Euro).

Andritz wurde von Lenzing mit der Lieferung einer kompletten Entrindungs- und Hackschnitzellinie für das Zellstoffwerk in Österreich beauftragt. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Der Auftragswert wird nicht bekanntgegeben. Die neue Linie wird eine Verarbeitungskapazität von 400 m³/h Rundholz aufweisen. Der Lieferumfang umfasst zudem ein komplettes Automatisierungs-, Elektrifizierungs- und Instrumentierungssystem.

Research: Die Analysten von NuWays stufen die Semperit-Aktie nach der Anhebung der EBITDA-Guidance weiter mit Buy ein und erhöhen das Kursziel von 21,5 auf 22,0 Euro. Ihrer Ansicht nach ist Semperit mit einem KGV von 13,2 (basierend auf den erwarteten Gewinnen der nächsten 12 Monate) günstig bewertet.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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