"Wir haben das, was wir versprochen haben auch eingehalten," so AT&S-CEO Michael Mertin bei der Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen 2025/2026. "Wir werden das Unternehmen nachhaltig profitabel machen," so der CEO. Generell sieht er vor allem in der für den Kapitalmarkt wichtigen Glaubwürdigkeit, der Ehrlichkeit, der Transparenz aber auch der Cash-Generierung die Gründe, warum die Aktie eine derart starke Performance zeigt. Er merkt auch an, dass vergleichbare Unternehmen ungefähr mit ca. 12 x EBITDA bewertet werden. Nach einigen schwierigen Jahren befindet sich das Unternehmen nun wieder auf Wachstumskurs: Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat AT&S den Umsatz währungsbereinigt um 21 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro gesteigert. Das EBITDA verbesserte sich bereinigt um die Erlöse aus dem Verkauf des Werks in Ansan um rund 50 Prozent auf 418 Mio. Euro (währungsbereinigt betrug der Anstieg 77 Prozent). Die EBITDA-Marge lag bei 23,3 Prozent und um mehr als 5 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen eine währungsbereinigte Umsatzsteigerung von 30 bis 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht. Die EBITDA-Marge soll bei 25 bis 29 Prozent liegen (bisherige Erwartung für 2026/27: 24 bis 28 Prozent). Zudem wird ein deutlich positives Jahresergebnis im niedrigen dreistelligen Mio. Euro Bereich als auch ein positiver operativer Free-Cashflow in Aussicht gestellt. Das Unternehmen hat sich laut Mertin auf Kundenbasis breiter und resilienter aufgestellt. "Wir haben Kunden überzeugt, zu uns zu kommen", sagt er. Hinsichtlich des KI-Booms sieht er keine Bubble, ganz im Gegenteil, "Wir stehen erst am Anfang. Die Kunden haben überzeugende Geschäftsmodelle. Wir diskutieren heute darüber mit den Kunden, wie die übernächste Generation aussehen wird," macht der CEO das KI-Potenzial deutlich. AT&S ist laut Mertin heute nicht mehr nur Komponenten-Lieferant, sondern Enabler für die künftige Performance der Kunden, wie er meint. Man sei Technologie-Partner und arbeite gemeinsam mit den Kunden an Innovationen. Die breitere Aufstellung sorgt auch dafür, dass AT&S heute an allen Standorten wächst. Erst gestern hat das Unternehmen mittgeteilt, dass die Nachfrage eines Großkunden nach High-End IC-Substraten derart steigt, dass am Standort in Chongqing, China, die Kapazitäten um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erweitert werden und die Investition vollständig im Rahmen langfristiger Kundenvereinbarungen finanziert wird. Die globalen Standorte haben auch geopolitisch eine wesentliche Relevanz. Stichwort Local-for local, aber auch der Standort Malaysia könnte noch eine wichtigere Rolle spielen, speziell für US-Kunden, wie Mertin meint. In Kulim gebe es noch eine Menge an Kapazitätserweiterungsmöglichkeiten. Die Investitionen will man jedenfalls selbst finanzieren. Die gestern angekündigten potenziellen Anleihen-Emissionen sollen der Refinanzierung dienen und außerdem die Kapitalbasis starken, wie CFO Gerrit Steen meint. Dividende gibt es für das abgelaufene Geschäftsjahr keine. Das werde erst bei einer höheren Eigenkapitalquote der Fall sein, wie er meint.
Die Strabag-Aktie ist am Donnerstag-Vormittag an der Spitze der ATX-Perfromer: Das Unternehmen hat das Q1-Trading Statememt veröffentlicht. Der Bau-Konzern hat die Leistung im 1. Quartal 2026 um 4 Prozent auf 3.869,73 Mio. Euro gesteigert. Der Auftragsbestand lag zum Ende des 1. Quartals 2026 auf 33.062,79Mio. Euro, was einem Anstieg um 18 Prozent zur Vorjahresperiode und einem Plus von 5 Prozent zum Jahresende 2025 entspricht. Die größten Zuwächse wurden in der Region Americas sowie in Österreich, Tschechien und Deutschland erzielt. So hat sich das Unternehmen etwa MiningAufträge in Chile im Umfang von rund 800 Mio. Euro sowie Großprojekte im Bereich der Mobilitätsinfrastruktur in Tschechien, Slowenien und Polen gesichert. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wird bestätigt: Die Leistung wird bei rund 22 Mrd. Euro erwartet und damit um rund 8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die EBITMarge sollte aus heutiger Sicht in einer Bandbreite von 5,0 Prozent bis 5,5 Prozent liegen, so das Unternehmen. Für die Analysten von Raiffeisen Reseach war es bei Strabag ein "unaufgeregter Jahresstart," wie sie in einer Kurzmitteilung meinen.
Andritz hat vom Hygieneartikel-Hersteller Sanitex aus der Demokratischen Republik Kongo einen Auftrag zur Lieferung von zwei Produktionslinien für Babywindeln und einer Produktionslinie für Damenbinden für das Werk in Maluku, Kinshasa, erhalten. Der Grazer Technologiekonzern wird im Rahmen dieses Auftrags auch vollautomatische, integrierte Verpackungsmaschinen liefern und Leistungen für Installation und Inbetriebnahme übernehmen. Der Auftrag war im Auftragseingang von Andritz für das 3. Quartal 2025 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Palfinger hat einen weiteren Großauftrag im Marine-Bereich erhalten. Im Rahmen der Vereinbarung mit dem spanischen Unternehmen Dragados Offshore liefert Palfinger sieben PF200-7m-Davitkrane für fünf Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsplattformen (HGÜ) in der Nordsee. Diese Plattformen sind Teil umfangreicher Netzanschlussprogramme für die deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion und TenneT Germany, wie Palfinger mitteilt. Die Produktion soll im 1. Halbjahr 2026 beginnen, die Auslieferungen werden bis zum ersten Quartal 2028 andauern. Die Offshore-Inbetriebnahme wird sich bis zum vierten Quartal 2031 erstrecken und die schrittweise Fertigstellung der Konverterplattformen unterstützen. Palfinger sicherte sich allein im Jahr 2025 Aufträge für 42 Davitkrane für Offshore-Umspannwerke.
Research: Die Analysten der Berenberg Bank bestätigen die Kauf-Empfehlung und das Kursziel in Höhe von 19,60 Euro für Uniqa.
Die Raiffeisen-Analysten stufen die Verbund-Aktie von Halten auf Kaufen hoch. Das Kursziel liegt bei 68,00 Euro. Sie meinen: "Wegen einer schwachen Wasserführung verzeichnete Verbund im Q1 einen Ergebnisrückgang. Dennoch wurden die unteren Enden der Prognosespannen für Betriebsergebnis und Gewinn angehoben. Nach dem Kursrückgang ist die Aktie unserer Meinung nach fair bewertet."
Die Analysten der Berenberg Bank stufen die Verbund-Aktie weiter mit Hold ein, passen das Kursziel aber von 65,00 auf 59,80 Euro an.
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