Wiener Börse News

In den News: AT&S, Asta Energy, Strabag, Andritz, Bawag

AT&S baut die Zusammenarbeit mit dem Silicon-Valley-Unternehmen Marvell Technology weiter aus und erhöht im Rahmen der Kooperation seine Kapazitäten für moderne IC-Substrate, die in KI- und Cloud-Infrastrukturen der nächsten Generation zum Einsatz kommen. Die Vereinbarung unterstützt laut AT&S den steigenden Bedarf von Marvell Technology an hochentwickelten Substraten, der durch den weltweiten Ausbau von KI-Infrastrukturen entsteht. Marvell Technology ist der zusätzliche Kunde, den AT&S im Zusammenhang mit der bereits angekündigten Erweiterung des Produktionsstandorts in Kulim, Malaysia, genannt hat. Wie bereits angekündigt, umfasst der Ausbau des Standorts Kulim die vollständige Bestückung von Werk 2 sowie den Bau einer neuen Produktionsanlage für IC-Substrat-Kerne und Advanced Packaging. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund stark steigender Investitionen in Datenzentren, die eine enorme Nachfrage nach fortschrittlicheren Halbleitertechnologien nach sich ziehen, wie AT&S mitteilt. „Die Partnerschaften, die diesen Ausbau absichern, schaffen eine solide Basis für unsere Wachstumsstrategie und ermöglichen es uns, gemeinsam mit unseren Kunden in jene Technologien und Kapazitäten zu investieren, die im Zeitalter der KI benötigt werden. Unser Ziel bleibt es, langfristig Wert zu schaffen und gleichzeitig unsere finanzielle Flexibilität sowie eine starke Bilanz zu erhalten“, sagt Gerrit Steen, CFO von AT&S.

Die in Frankfurt börsennotierte ASTA Energy Solutions investiert rund 17 Mio. Euro in eine neue Kupfer-Recyclinganlage am Standort Oed in Niederösterreich. Die Bestellung der ersten Maschinen erfolgt noch 2026, die Produktion soll Ende 2029 anlaufen, wie das Unternehmen mitteilt. Der Kupferschrott für die Anlage wird sowohl aus der eigenen Produktion als auch von Kunden und Lieferanten stammen. Entsprechende Vereinbarungen werden derzeit abgestimmt und parallel zum schrittweisen Hochlauf der Anlage aufgebaut. „Eigenes Recycling macht uns unabhängiger vom Kupfermarkt und sichert unseren Kunden langfristig den Zugang zu hochwertigem Kupferdraht. Genau das haben wir beim Börsengang versprochen, und mit der neuen Anlage setzen wir es jetzt um. Die Investition ist zugleich ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich und stärkt unseren Stammsitz Oed. Kupferdraht aus Recycling, Made in Austria“, sagt CEO Karl Schäcke. Die Investition ist Teil der im Rahmen des Börsengangs angekündigten „Low Carbon Copper“-Initiative, mit der ASTA seine Recyclingaktivitäten weiter ausbaut. Ziel ist es, den Anteil von Recyclingkupfer in der Produktion bis 2030 auf 70 Prozent zu steigern und den CO-Fußabdruck je Tonne Kupferdraht bei vollständigem Einsatz von Recyclingkupfer deutlich gegenüber dem heutigen Bezug zu senken.  CFO Daniela Klauser: „Die Anlage erfüllt unsere internen Renditeanforderungen und ist in der mittelfristigen Investitionsplanung bereits enthalten. Wir investieren hier in ein Projekt, das sich betriebswirtschaftlich klar rechnet."

Strabag kauft in Australien zu. Die Strabag Australia hat eine Vereinbarung zur Übernahme von KEE Surfacing unterzeichnet. Das in Westaustralien ansässige Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeitende und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 52 Mio. Euro. KEE Surfacing bietet Leistungen in den Bereichen Asphaltproduktion und Asphalteinbau, Oberflächenbehandlungen (Spray Seal), Fräsarbeiten sowie Tragschichtbau für Verkehrsinfrastrukturprojekte in ganz Westaustralien an. Seit dem Markteintritt durch die Übernahme der Georgiou Group im März 2025 hat Strabag ihren Auftragsbestand im Land nahezu verdoppelt und auf mehr als eine Milliarde Euro ausgebaut. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen.

Dietmar Heinisser ist von seiner Funktion als Mitglied des Andritz-Vorstands mit Wirkung zum 21. September 2026 aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Er war für den Geschäftsbereich Environment & Energy sowie für Group Manufacturing Management verantwortlich. CEO Joachim Schönbeck, der bis auf weiteres die Agenden Heinissers übernimmt: „Ich bedaure das Ausscheiden von Dietmar Heinisser und danke ihm im Namen von Andritz für sein großes Engagement und seinen wertvollen Beitrag während seiner langjährigen Tätigkeit im Unternehmen und seiner Zeit im Vorstand.“

Moody's hat der Bawag Group ein Rating für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten von A3 mit positivem Ausblick vergeben. Die Ratingvergabe erfolgt vor dem Hintergrund, dass die österreichische Bankengruppe eine vorrangige unbesicherte Anleihe über 500 Mio. Euro plant, wie Moody`s mitteilt. Das Ratinghaus erklärte, das A3-Rating spiegele die Ergebnisse der fortgeschrittenen Loss-Given-Failure-Analyse des Instituts sowie eine moderate Wahrscheinlichkeit staatlicher Unterstützung wider. Der Ausblick reflektiert die Möglichkeit einer Heraufstufung, falls sich das strategische Profil des Instituts infolge der Übernahme der Permanent TSB Group verbessert.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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