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News zu Andritz, Verbund, Erste Group, RBI/Addiko, Research zu Palfinger

Die Andritz-Aktie ist am Donnerstag Vormittag an die Spitze der ATX-Performer. Das Management bestätigte bei der Präsentation eine anhaltend hohe Projektaktivität mit einem Rekordauftragsbestand, ein beschleunigtes Umsatzwachstum in Verbindung mit einer starken Expansion des Servicegeschäfts sowie einer deutlichen Profitabilitätsverbesserungen durch Restrukturierungseffekte. Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 und die mittelfristigen Ziele für 2027 wurden bestätigt. CEO Joachim Schönbeck: "Wir sind weiterhin zuversichtlich, was unsere Aussichten auf ein langfristig profitables Wachstum angeht, das durch die steigende Nachfrage nach Strom, erneuerbaren Energien, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung gestützt wird.“ Zu den Zahlen: Das Unternehmen konnte den Umsatz im 1. Halbjahr um 5,2 Prozent auf 3.841,3 Mio. Euro steigern, das vergleichbare EBITA erhöhte sich um 8,7 Prozent auf 329,7 Mio. Euro, während sich die Rentabilität (vergleichbare EBITA-Marge) auf 8,6 Prozent verbesserte (H1 2025: 8,3 Prozent). Das Konzernergebnis stieg um 4,9 Prozent auf 201,0 Mio. Euro (H1 2025: 191,6 Mio. Euro). Der Auftragsstand erreichte mit 12.602,1 Mio. Euro einen neuen Höchstwert (+20,5 Prozent versus Jahresende 2025) und bildet laut Andritz somit eine solide Grundlage für die Umsatzentwicklung in den kommenden Quartalen. Der Auftragseingang beträgt per Ende Juni 5.919,7 Mio. Euro (+25,2 Prozent versus H1 2025: 4.726,6 Mio. Euro). Der Anstieg des Auftragseingangs im 1. Halbjahr 2026 ist laut dem Unternehmen von einem deutlichen Wachstum im Geschäftsbereich Hydropower – insbesondere im 1. Quartal – sowie von der anhaltend positiven Entwicklung im Bereich Pulp & Paper getragen (im 2. Quartal 2026 lag der Auftragseingang bei 2.321,9 Mio. Euro und damit um -3,0  Prozent unter dem Q2 2025: 2.394,4 Mio. Euro). Während der Auftragseingang im Geschaftsbereich Hydropower mit einem Anstieg von +81,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr besonders stark zulegen konnte, verzeichneten auch die Geschäftsbereiche Metals (+4,3 Prozent) und Pulp & Paper (+8,8 Prozent) Zuwächse und lagen damit ebenso uber dem Vorjahresvergleichswert. Im Geschäftsbereich Environment & Energy ging der Auftragseingang hingegen um -12,7 Prozent zurück und lag damit deutlich unter dem Referenzwert des Vorjahres. Andritz bestätigt seine Prognose für 2026 und geht davon aus, dass die Projektaktivitäten auf dem derzeitigen hohen Niveau bleiben werden. Für das Jahr 2026 prognostiziert der Konzern weiterhin eine Rückkehr zum Wachstum und einen Umsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Mrd. Euro. Die vergleichbare EBITA-Marge (ohne nicht-operative Positionen) wird voraussichtlich weiterhin auf einem hohen Niveau zwischen 8,7  und 9,1 Prozent liegen.

Verbund verzeichnet im Halbjahr ein rückläufiges Ergebnis aufgrund der schwachen Wasserführung und geringerer Absatzpreise. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 0,68 um 8 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (0,76) und um 32 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt und erreichte den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1926, wie das Management bei der Pressekonferenz hervorhob. Dies würde die Ergebnisentwicklung belasten. Der Absatzpreis fiel  um 31,0 Euro/MWh auf 86,2 Euro/MWh. Der Rückgang ist auf den hohen Absatzpreis in den Quartalen 1–2/2025 zurückzuführen, der insbesondere aus vorzeitigen „Limit“-Verkäufen im Jahr 2023 zu hohen Großhandelspreisen resultierte, wie das Unternehmen erklärt. Das EBITDA sank im Halbjahresvergleich um 24,9 Prozent auf 1.061,5 Mio. Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich um 35,4 Prozent auf 518,1 Mio. Euro, das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis lag mit 537,8 Mio. Euro um 31,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Umsatzerlöse gingen um 11 Prozent auf 3.593,8 Mio. Euro zurück. Das Unternehmen passt den Ausblick an und erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein EBITDA zwischen rund 2,1 Mrd. Euro und 2,4 Mrd. Euro (nach zuvor 2,1 Mrd. bis 2,5 Mrd. Euro) und ein berichtetes Konzernergebnis zwischen rund 1,0 Mrd. Euro und 1,15 Mrd. Euro (nach zuvor 1,0 Mrd. bis 1,2 Mrd. Euro). Das bereinigte Konzernergebnis wird zwischen 1,0 Mrd. Euro und 1,2 Mrd. Euro erwartet. Das Unternehmen will bis 2028 rund 6,8 Mrd. Euro ins Netz, die Erneuerbaren etc. investieren. Laut dem Management erfordern die Klimakrise, die geopolitischen Konflikte und die Versorgungsengpasse "einen ausgewogenen Mix aller heimischen Erzeugungstechnologien – von Wasser-, Wind- und Sonnenkraft bis hin zum entschlossenen Ausbau von Netzinfrastruktur und Speicherlosungen, vom (Pump)-Speicherkraftwerk bis zum Batteriespeicher.“ In einer Kurzmitteilung meinen die Raiffeisen-Analysten zu den Verbund-Zahlen: "Verbund verfehlte im zweiten Quartal die Erwartungen bei EBITDA, Konzernergebnis und Gewinn je Aktie deutlich. Die außergewöhnlich schwache Wasserführung und niedrigere Absatzpreise veranlassten den Energiekonzern, den Ausblick für 2026 zu senken."

Die Erste Group verzeichnet im Halbjahr einen Anstieg beim Nettogewinn auf 2,0 Mrd. Euro (einschließlich der Erste Bank Polska und Einmaleffekte), was einem Anstieg von 18,6 Prozent entspricht (H1 2025: 1,7 Mrd. Euro). Trotz der Effekte aus der Erstkonsolidierung der polnischen Tochtergesellschaft blieb Zentraleuropa der klare Ergebnistreiber der Gruppe und steuerte zwei Drittel zum gesamten Nettogewinn bei. Die Betriebserträge stiegen um 4 Prozent auf 7.959 Mio. Euro, der Anteil von Polen belief sich auf 1.821 Mio. Euro. Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten betrug -583 Mio. Euro (vs. -182 Mio. Euro). Der Anstieg war laut Erste Group wesentlich durch Dotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen im Rahmen der Vorschriften des IFRS 9 für die erstmalige Einbeziehung des polnischen Portfolios bedingt. Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite verbesserte sich leicht auf 2,3 Prozent (2,4 Prozent). Die Kundenkredite stiegen um 21,9 Prozent auf 282,7 Mrd. Euro (vs. 232,0 Mrd), insbesondere durch das polnische Portfolio in der Höhe von 41,4 Mrd. Euro. In den anderen Kernmärkten wurden vor allem in Tschechien, Ungarn, Kroatien und Österreich Anstiege verzeichnet. CFO Stefan Dörfler: „Unsere soliden Ergebnisse geben uns den Spielraum, weiter konsequent in unsere Plattform zu investieren. Damit werden wir als Gruppe effizienter, schneller und skalierbarer – und können für unsere 23 Millionen Kundinnen und Kunden sowie unsere Investoren weiterhin bestmögliche Leistungen zu erbringen.“ Der Ausblick wird angepasst: Für die nunmehr acht Kernmärkte (inklusive Polen) wird ein Anstieg der Kundenkredite auf rund 290,0 Mrd. Euro (statt mehr als 285,0 Mrd. Euro) erwartet. Für 2026 rechnet die Erste Group heuer mit einer Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 20 Prozent (statt circa 19 Prozent). Das Ergebnis je Aktie soll somit um mehr als 20 Prozent steigen. Kürzlich hatte die Erste Group angekündigt, ihr Ergebnis je Aktie (EPS) bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Aktiel soll bei 15 Prozent liegen.

Der RBI sind bis zum 29. Juli 2026, 17:00 Uhr, Annahmeerklärungen für insgesamt 10.831.435 Aktien der Addiko zugegangen, das entspricht 56,16 Prozent aller angebotsgegenständlichen Addiko-Aktien. Die Mindestannahmeschwelle des Angebots von mehr als 55 Prozent aller angebotsgegenständlichen Addiko-Aktien ist somit überschritten. Der RBI könnten aus technischen Gründen Annahme- und/oder Rücktrittserklärungen, die vor dem jeweiligen oben genannten Zeitpunkt abgegeben wurden, noch zugehen, betont die RBI.

Die Analysten der Berenberg Bank passen das Kursziel für die Palfinger-Aktie nach den Zahlen für das 2. Quartal von 42,0 auf 40,0 Euro an, bestätigen aber die Kaufempfehlung.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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