Wiener Börse News

In den News: Addiko, Semperit, wienerberger, Verbund, Polytec, Bajaj Mobility, Andritz, Strabag, Post, Asta Energy

Die Raiffeisen Bank International erhöht das Angebot für Addiko von 23,05 auf 26,5 Euro je Aktie. Die Angebotsunterlage wurde am 27. April bei der Ubernahmekommission eingereicht und wird derzeit gepruft, wie die RBI mitteilt. Laut Website der Übernahmekommission muss das Angebot bis 19. Mai veröffentlicht werden. Bekanntermaßen liegt auch ein Angebot der NLB zu 29,0 Euro je Addiko-Aktie vor. Die Unterlagen dazu wurden heute veröffentlicht. Addiko hat zudem Q1-Zahen vorgelegt. Die Gruppe erzielte einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 10,1 Mio. Euro im 1. Quartal (Q1 2025:14,5 Mio. Euro). Das Operative Ergebnis wurde durch außerordentliche Effekte belastet, die auf gestiegene Einlagensicherungskosten in Slowenien, geringere Erträge aus dem Treasury- und Liquiditätsmanagement sowie vorgezogene Marketingausgaben und außerordentliche Lohnerhöhungen aufgrund staatlicher Maßnahmen zurückzuführen sind, so das Unternehmen.

Die Semperit-Gruppe konnte im 1. Quartal sowohl bei Umsatz als auch beim Ergebnis zulegen. Der Umsatz stieg um 7,9 Prozent auf 163,7Mio.Euro und das EBITDA wurde auf 26,8 Mio.Euro mehr als verdoppelt (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Die EBITDA Marge erhöhte sich damit von 7,3 Prozent auf 16,4 Prozent. Das operative EBITDA (vor Projektkosten) belief sich auf 27,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro). Das EBIT lag mit 14,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von -1,3 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern stieg ebenso deutlich auf 8,9 Mio. Euro (Vorjahr: -7,2 Mio. Euro). CEO Manfred Stanek: „Die Entwicklung im 1. Quartal 2026 unterstreicht unsere operative Stärke und das nachhaltige Ertragspotenzial von Semperit. Entlang unserer strategischen Prioritäten haben wir Effizienzsteigerungen, Vertriebsinitiativen und Innovationen vorangetrieben und eine strikte finanzielle Disziplin beibehalten. Nach der Rückkehr auf den Wachstumspfad im 1. Quartal sehen wir Semperit für das Gesamtjahr 2026 gut positioniert, um von einer moderaten Markterholung überproportional zu profitieren. Dabei behalten wir die von Unsicherheiten geprägten Marktdynamiken sehr genau im Blick und managen den Rohstoffeinkauf auf Basis unserer Mehrquellen- und Mehrregionen-Strategie.“ Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Semperit unverändert ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich und einen Anstieg des operativen EBITDA (vor Projektkosten von rund 5 Mio. Euro) auf rund 95Mio.Euro.

Der Baustoff-Konzern wienerberger hat die Zahlen zum 1. Quartal veröffentlicht. Der Umsatz ging um 7 Prozent auf 1.025 Mio. Euro zurück, das EBIT von +40 Mio. Euro auf -2 Mio. Euro, das Periodenergebnis von +5 Mio. Euro auf -30 Mio. Euro. Das EBITDA gab 26 Prozent auf 97 Mio. Euro nach. Der schwache Jahresauftakt sei aufgrund der Wetterverhältnisse erwartet worden und liege im Rahmen der Prognosen, wie aus der Unternehmenspräsentation hervorgeht. Für das Gesamtjahr 2026 wird weiterhin ein operatives EBITDA von rund 810 Mio. Euro erwartet. Jedoch werde aufgrund des Nahostkonflikts mit einer eingeschränkten Visibilität gerechnet. Der Fokus liegt weiterhin auf der strategischen Umsetzung und Integration von Italcer sowie auf Risikominderungsmaßnahmen, wie es heißt. Laut den Raiffeisen-Analysten wurden die Umsatz-Schätzungen von 1,038 Mrd. Euro nicht erreicht und auch beim oerativen EBITDA wurden die erwarteten 103 Mio. Euro verfehlt, wie sie in einer Kurzmitteilung schreiben.

Die Polytec Group verzeichnet bei den Erlösen im 1. Quartal einen Rückgang von 20,8 Prozent auf 143,7 Mio. Euro Q1 2025: 181,4 Mio. Euro), was laut dem Unternehmen auf den Verkauf des operativen Geschäfts im Vereinigten Königreich zum 31. Dezember 2025 und weniger Umsatz im Marktbereich Smart Plastic & Industrial Applications zurückzuführen ist. Die Ergebnis-Kennzahlen fallen höher aus: Das EBITDA stieg im Quartals-Vergleich um 5,8 Prozent auf 11,5 Mio. Euro, die EBITDA-Marge erhöhte sich um 2 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent. Das EBIT betrug im 1. Quartal 4,3 Mio. Euro (Q1 2025: 3,2 Mio. Euro). Die EBIT-Marge stieg im Vergleich zum ersten Vorjahresquartal um 1,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Das Ergebnis wurde einerseits durch die geringeren Umsatzerlöse im Marktbereich Smart Plastic & Industrial Applications negativ beeinflusst, anderseits durch positive Effekte aus dem Verkauf des UK-Werkzeug- und Projektgeschäfts sowie der Veräußerung des Werks in Schoten, Belgien per Ende Jänner 2026, gestärkt, erklärt Polytec. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,0 Mio. auf 2,5 Mio. Euro.

Die Bajaj Mobility AG zeigt bei ihren Kennzahlen für das 1. Quartal eine deutliche operative Verbesserung, was von den Aktionären sehr positiv aufgenommen wird. Die Aktie steigt am Mittwoch Vormittag mehr als 4 Prozent. Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 70,2 Prozent auf 331,3 Mio. Euro gesteigert werden. Insgesamt wurden 40.332 Motorräder der Marken KTM, Husqvarna und GASGAS abgesetzt, das ist ein Plus von 125,1 Prozent zum 1. Quartal 2025.  Im 1. Quartal des Vorjahres befand sich das Unternehmen bekanntlich in einer Sanierungsphase, in der die Produktion und der Verkauf eingeschränkt bzw. stillgelegt waren. Das EBITDA ist im 1.Quartal mit 5,5 Mio. Euro positiv (Q1/25: -55,8 Mio. Euro), das EBIT verbesserte sich auf -26,1 Mio. Euro (von -91,6 Mio. Euro) und das Periodenergebnis liegt bei -35,1 Mio. Euro (Q1 2025: -108,1 Mio. Euro). CEO Gottfried Neumeister: „Das 1. Quartal 2026 markiert einen spürbaren Wendepunkt für unser Unternehmen. Die positive Resonanz auf unsere neuen Modelle kombiniert mit konsequent umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen zeigt, dass wir die richtigen Prioritäten gesetzt haben. Jetzt gilt es, diesen Schwung zu nutzen, unsere Effizienz weiter zu steigern und nachhaltig Profitabilität zu sichern.“ CFO Petra Preining ergänzt: „Der deutliche Anstieg beim Motorradumsatz und das positive EBITDA belegen, dass unsere operative Neuausrichtung greift. Gleichzeitig haben wir mit der Refinanzierung (Anm. unbesicherter Kredit zu günstigen Konditionen in Höhe von 550 Mio. mit einem internationalen Bankkonsortium) unsere finanzielle Stabilität nachhaltig gestärkt und die Basis für profitables Wachstum geschaffen.“ Das Eigenkapital belief sich zum 31. März 2026 auf 350,7 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote liegt bei 22,2 Prozent. Für 2026 liegt der Fokus auf der weiteren Umsetzung der Restrukturierung und der Verbesserung der Profitabilität.

Verbund weist im 1. Quartal aufgrund der schwachen Wasserführung und rückläufiger Absatzpreise ein zum Vorjahresquartal niedrigeres Ergebnis aus. Das EBITDA sank gegenüber der Vorjahresperiode um 26,1 Prozent auf 534,6 Mio. Euro, das Konzernergebnis verringerte sich um 32,0 Prozent auf 269,8 Mio. Euro. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 0,78 um 5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (0,83). Der Ausblick wird angepasst: Für das Geschäftsjahr 2026 wird ein EBITDA zwischen rd. 2.100 Mio. Euro und 2.500 Mio. Euro erwartet (davor: zwischen rd. 2.000 Mio. Euro und 2.500 Mio. Euro)  und ein Konzernergebnis zwischen rd. 1.000 Mio. Euro und 1.200 Mio. Euro (davor rd. 900 Mio. Euro und 1.200 Mio. Euro). Seitens der Raiffeisen-Analysten heißt es zu den Verbund-Zahlen: "Verbund verzeichnete im ersten Quartal 2026 wegen schwacher Wasserführung und niedrigerer Absatzpreise deutliche Ergebnisrückgänge, lag aber bei EBITDA, Konzernergebnis und Gewinn je Aktie über den Erwartungen. Die Prognose für 2026 wurde am unteren Ende leicht angehoben. Positiv hervorzuheben ist der weitere Ausbau der Erneuerbaren-Pipeline."

Andritz hat von Metsä Fibre den Auftrag erhalten, die Kocheranlage des Bioproduktewerks Kemi in Finnland zu modernisieren. Mit der modernisierten Kocheranlage kann das Werk pro Jahr insgesamt 1,5 Millionen Tonnen Zellstoff aus Weich- und Hartholz produzieren, wie Andritz mitteilt. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Asta Energy hat das Kapazitätserweiterungsprojekt am Standort Baoying/China erfolgreich abgeschlossen und erhöht die jährliche Produktionskapazität um mehr als 30 Prozent. Die Expansion umfasste laut Asta sowohl infrastrukturelle Maßnahmen als auch gezielte Investitionen in moderne Produktionstechnologien. Dazu zählen unter anderem bauliche Erweiterungen, die Modernisierung des Stromversorgungssystems, neue Instandhaltungsbereiche sowie zusätzliche Produktionsanlagen, darunter eine Flachwalzanlage, weitere Isolierbeschichtungsanlagen sowie eine Verdrillungslinie zur Herstellung von CTCs (Continuously Transposed Conductors). CEO Karl Schäcke: "Mit der erfolgreichen Erweiterung unseres Standorts in Baoying setzen wir die im Zuge des Börseganges angekündigten Vorhaben zeitgerecht in die Tat um, stärken dabei gezielt unsere globale Produktionsplattform und schaffen zusätzliche Kapazitäten in einem unserer wichtigsten Wachstumsmärkte. Das ist ein wesentlicher Baustein, um unsere internationale Aufstellung weiter zu skalieren und unsere Kunden weltweit noch effizienter und näher am Markt zu bedienen"

Die Analysten von Raiffeisen Research betätigen die Kauf-Empfehlung für die Strabag-Aktie und erhöhen das Kursziel auf 102,0 Euro (davor 88,0 Euro). Ihr Fazit: "Der europäische Bausektor erfuhr im letzten Jahr eine generelle Neubewertung, jedoch können nur wenige Unternehmen die Erwartungen auch in die Realwirtschaft übertragen. Strabag ist eines dieser Unternehmen. Wir bleiben optimistisch, da wir die EBIT-Markterwartungen für zu konservativ halten und Strabag aufgrund seiner Marktführerschaft vom geplanten deutschen Infrastrukturpaket profitieren dürfte, aber auch die Infrastrukturchancen in seinen CEE-Märkten nutzen wird."

Oddo BHF bestätigt das Underperform-Rating für die Aktie der Österreichischen Post und und senkt das Kursziel von 30,0 auf 29,0 Euro. 

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

Hinweis

Die Wiener Börse AG verweist ausdrücklich darauf, dass die angeführten Informationen, Berechnungen und Charts auf Werten aus der Vergangenheit beruhen, aus denen keine Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung oder Wertbeständigkeit gezogen werden können. Im Wertpapiergeschäft sind Kursschwankungen und Kapitalverluste möglich. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors wieder und stellt keine Finanzanalyse oder Anlageempfehlung der Wiener Börse AG dar.

Preisinformation

Addiko Bank AG
Semperit AG Holding
Wienerberger AG
POLYTEC Holding AG
Bajaj Mobility AG
VERBUND AG Kat. A
Andritz AG
STRABAG SE
Oesterreichische Post AG