Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Addiko haben ihre Empfehlung für die Annahme des Angebots der Raiffeisen Bank International (RBI) zurückgenommen. Wie berichtet, hat de slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) ihr Angebot für die Addiko bereits zum zweiten Mal nunmehr auf 37,0 Euro erhöht. Die RBI bietet derzeit 26,50 Euro je Aktie. Seitens des Addiko-Vorstands heißt es nun: "Vor dem Hintergrund der Attraktivität des Verbesserten NLB Angebots in finanzieller Sicht im Vergleich zum RBI Angebot und unter Berücksichtigung der weiteren Bedingungen des RBI Angebots (und des Verbesserten NLB Angebots) hat der Vorstand beschlossen, keine Empfehlung mehr auszusprechen, das RBI Angebot anzunehmen, sondern den Addiko Aktionaren weder die Annahme noch die Ablehnung des RBI Angebots ausdrücklich zu empfehlen. Ergänzend weist der Vorstand darauf hin, dass jene Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die persönlich Addiko Aktien halten, sich vor dem Hintergrund der geänderten Sachlage nunmehr vorbehalten, zu einem spateren Zeitpunkt zu entscheiden, ob und wann sie ihre persönlich gehaltenen Addiko Aktien in das RBI Angebot oder das NLB Angebot einliefern."
Die Grazer Emerald Horizon notiert seit heute an der Wiener Börse. Die Aktie ist mit der ISIN AT0000A3UZE1 fortlaufend im Segment „standard market“ handelbar. Der Refenzpreis lag bei 760 Euro. Der Eröffnungkurs lag mit 858 Euro deutlich höher, im Verlauf ging es weiter nach oben, zu Mitttag notierte die Aktie bei 970 Euro. Als Market Maker sorgen Baader Bank AG und ICF Bank AG für zusätzliche Liquidität. CEO Florian Wagner: „Der Schritt an die Wiener Börse hebt die Sichtbarkeit unseres Unternehmens auf die nächste Stufe und ist ein Bekenntnis zu Transparenz und langfristiger Verantwortung. Es ist aber auch ein Bekenntnis zu Europa. Wir sind überzeugt, dass dieser Kontinent eine sichere, planbare und saubere Energieversorgung braucht, und wir werden dazu einen substanziellen Beitrag leisten. Mit dem Listing wollen wir unsere Technologie zusammen mit unseren Aktionärinnen und Aktionären zur Marktreife bringen."
Emerald Horizon AG entwickelt Technologien zur Dekarbonisierung der Energieversorgung, darunter hybride Energiespeichersysteme und modulare Reaktoren einer neuen Generation. Das Unternehmen befindet sich im Übergang von der Entwicklungs- in eine angestrebte Kommerzialisierungsphase.
Raiffeisen Research hat den Kapitalmarkt Game Plan für das 3. Quartal veröffentlicht. Die Analysten geben sich hinsichltich Aktienmärkte durchaus noch weiter optimistisch, allerdings weniger als der Konsens. Den ATX erwarten sie im September bei 6500 Punkten, im Dezember bei 7000 Punkten, im März 2027 bei 7100 und im Juni 2027 bei 7200 Punkten. Der ATX schloss am Donnerstag bei 6488 Punkten. Sie meinen: "Unsere Kursziele indizieren weiteres Aufwärtspotenzial von bis zu 10 Prozent. Damit liegen wir deutlich unter dem Analystenkonsens, welcher auf die kommenden 12 Monate weitere Anstiege in der Höhe von 20 Prozent erwartet. Die Historie zeigt jedoch, die Börse preist marktrelevante Informationen, dazu zählen auch Konsensmeinungen, in der Regel früh ein. Ein Index schließt daher in den seltensten Fällen genau dort, wo ihn der Analystenkonsens ein Jahr zuvor erwartet hat. Manchmal sind die aggregierten Kursziele der namhaften Research-Häuser zu wenig bearish. Mehrheitlich sind sie jedoch zu wenig bullisch, sodass der Konsens die künftige Marktperformance deutlich unterschätzt. Dafür, dass der breite Aktienmarkt, ausgehend vom aktuellen Niveau, auf die kommenden 12 Monate aber signifikant mehr als 20 Prozent steigt, fehlt uns zugegebenermaßen die Fantasie." Die Analysten halten fest: "Der globale Bullenmarkt ist bereits mehr als 40 Monate alt. Er entspricht damit exakt dem Median der Lebensdauer historischer Bullenmärkte der letzten 100 Jahre. Wir denken, dass sich die Hausse nun langsam aber sicher der letzten Phase ihres Lebenszyklus nähert. Solange sich das fundamentale Bild nicht gravierend eintrübt und das Sentiment nicht überhitzt, stehen die Chancen gut, dass sich der globale Bullenmarkt fortsetzt. Sind in den kommenden Monaten Kurskapriolen in der Post-IPO-Performance zu erkennen, eröffnet sich jedoch möglicherweise ein Zeitfenster, welches für eine defensivere Ausrichtung des Aktienmarktportfolios genutzt werden sollte.
Agrana und die PCS Holding des Schweizer Unternehmers Peter Spuhler haben einen Vertrag über den Verkauf von Teilen des Geländes der ehemaligen Zuckerfabrik Leopoldsdorf im Marchfeld unterzeichnet. Ein Teil des Grundstücks ist bereits an den Schienenfahrzeughersteller Stadler verpachtet, der dort seit März 2026 eine neue errichtete Werkhalle für die Inbetriebsetzung, Zulassung und den Service moderner Schienenfahrzeuge betreibt. Konkret werden an diesem Standort unter anderem die Hochgeschwindigkeitszüge der Westbahn gewartet sowie die Doppelstockzüge für die ÖBB auf Typentests vorbereitet. Agrana plant, den Standort Leopoldsdorf weiterhin als Zucker-Logistikhub zu führen, wie das Unternehmen mitteilt.
Die PTSB erklärte heute, sie sei vollauf zufrieden, dass das empfohlene Angebot der BAWAG nach einem umfassenden und breit angelegten Bieterverfahren, an dem sich mehrere Bieter, darunter die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Centerbridge, beteiligten, höher war als die Angebote anderer Bieter, wie RTE (Raidió Teilifís Éireann) berichtet. In einer Stellungnahme erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Eamonn Crowley: „Die öffentliche und umfassende Vorgehensweise des Verkaufsverfahren zielte darauf ab, den höchstmöglichen Verkaufspreis für die Aktionäre zu erzielen – und wir sind überzeugt, dass dies erreicht wurde. Wie bereits am 14. April angekündigt, wurde ein Angebot erzielt, das deutlich über dem Aktienkurs vor Beginn des Verkaufsprozesses lag."
Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.
Hinweis
Die Wiener Börse AG verweist ausdrücklich darauf, dass die angeführten Informationen, Berechnungen und Charts auf Werten aus der Vergangenheit beruhen, aus denen keine Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung oder Wertbeständigkeit gezogen werden können. Im Wertpapiergeschäft sind Kursschwankungen und Kapitalverluste möglich. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors wieder und stellt keine Finanzanalyse oder Anlageempfehlung der Wiener Börse AG dar.
