Wiener Börse News

In den News: Addiko, Andritz, Porr, Asta Energy, Uniqa, Fondsvolumen

Bekanntermaßen haben sowohl RBI als auch die slowenische NLB ein Angebot für Addiko angekündigt. Die Frist zur Veröffentlichung wurde in beiden Fällen gemäß Paragraph 10 Abs 1 ÜbG verlängert, wie der Website der Übernahmekommission zu entnehmen ist. Für die RBI bis 7. Mai (ursprünglich bis 22. April 2026) und für die NLB bis 4. Mai (ursprünglich bis 23. April 2026). Wie berichtet bietet die RBI 23,05 Euro je Addiko-Aktie und die NLB 29,0 Euro je Addiko-Aktie.

Andritz hat von Tatra Textil s.r.o., einer kürzlich gegründeten slowakischen Tochtergesellschaft der Goldeck Textil Group Austria, den Auftrag zur Lieferung einer Vliesbildungsanlage für deren neue Produktionsstätte in der Slowakei erhalten. Die Anlage wird für die Herstellung von Wärmeisolationsmaterialien für Anwendungen in der Bekleidungs- und Bettwarenindustrie eingesetzt. Die Inbetriebnahme ist für März 2027 geplant. Der Auftragswert wird nicht bekannt gegeben. Die Vliesbildungslinie ist speziell auf die Verarbeitung der G-LOFT®-Produktlinie von Tatra Textil für Bekleidung und Schlafsäcke der Marke Carinthia zugeschnitten.

Die seit Jänner 2026 börsenotierte niederösterreichische ASTA Energy Solutions hat das Jahr 2025 mit Umsatzerlosen in Höhe von 695,8 Mio. Euro abgeschlossen, das entspricht einem Zuwachs von 8,3 Prozent zum Vorjahr. Die Net Value Sales, bei denen die an Kunden weitergereichten Materialkosten nicht enthalten sind, stiegen um 16,8 Prozent auf 146,5 Mio. Euro an, wie der Hersteller von Kupfer-Lösungen für Anwendungen in der Energietechnik mitteilt. Das bereinigte EBITDA konnte um 36,9 Prozent auf 48,6 Mio. Euro verbessert werden, das Perioden-Ergebnis auf 30,1 Mio. Euro (inklusive eines positiven Einmaleffekts von 3,4 Mio. Euro aus der Auflosung fruherer Wertminderungen). Im Vorjahr lag das Perioden-Ergebnis bei 4,8 Mio. Euro. Der Free Cashflow konnte um 8,1 Prozent auf 14,1 Mio. Euro gesteigert werden. Die positive Cashflow-Entwicklung fuhrte zu einer Verbesserung des Verhaltnisses Nettoverschuldung zu EBITDA von 1,21x im Jahr 2024 auf nunmehr 1,18x. Das Unternehmen erwartet auch im laufenden Jahr eine "weiterhin solide Geschaftsentwicklung sowie weiteres Wachstum", wie es im Ausblick heißt. Es wird mit Umsatzerlosen von mehr als 790 Mio. Euro (bei einer Kupferpreisannahme von USD 11.500 pro Tonne) gerechnet, einem Net-Value Sales von mehr als 170 Mio. Euro sowie einem bereinigten EBITDA (bereinigt um nicht wiederkehrende IPO-Vorbereitungskosten) von 55 bis 59 Mio. Euro. Seitens der Baader-Analysten heißt es zum Ausblick: "Diese Prognose spiegelt das Vertrauen der ASTA in ein anhaltendes Wachstum wider und übertrifft sowohl unsere als auch die Markterwartungen. Daher sehen wir Potenzial für eine Aufwärtskorrektur." Sie stufen die Aktie derzeit mit Add und Kursziel 47,0 Euro ein.

Das österreichische Fondsvolumen der Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften (VWGs) ist seit Jahresbeginn gegenüber Ultimo 2025 marktbedingt leicht um rund 1,8 Prozent auf 232,1 Mrd. Euro gesunken. Die Nettomittelzuflüsse betrugen zum Ende des 1. Quartals 2026 rund 532 Mio. Euro, wobei auf den Publikumsfondsbereich rund 675 Mio. Euro entfielen und institutionelle Anleger rund 143 Mio. Euro einbrachten. Gemischte Fonds erreichten einen Nettomittelzufluss von rund 327 Mio. Euro, Aktienfonds erhielten einen Nettomittelzufluss von rund 94 Mio. Euro. „Diese Werte zeigen, dass sich die Anlegerinnen und Anleger von den aktuellen weltpolitischen Ereignissen weniger beeinflussen lassen als in früheren Jahren und mit diesen Kursschwankungen umgehen können,“ kommentiert Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). Seit Jahresbeginn (3-Monatszeitraum) performten Aktienfonds Asien und Pazifischer Raum mit 4,6 Prozent am besten, gefolgt von Aktienfonds Japan mit 1,7 Prozent. Aktienfonds Österreich performten mit 0,9 Prozent. Im 1-Jahres-Zeitraum performten ebenfalls Aktienfonds Asien und Pazifischer Raum mit 25,2 Prozent, Aktienfonds Österreich mit 22,6 Prozent und Aktienfonds Europa ex. UK mit 18,7 Prozent.

Award: Der von Porr errichtete Wiener Bürotower DC Tower 2 wurde mit dem KOOP+ Award ausgezeichnet. Der KOOP+ Award wird für die am besten kooperativ und nachhaltig abgewickelten öffentlichen Bauprojekte vergeben. Die Jury der Österreichischen Bautechnik Vereinigung (ÖBV) wählte dabei in der Kategorie Hochbau den DC Tower 2 als kooperativstes Projekt 2025-2026 aus. Der 175 m hohe Bürotower, errichtet von der Porr im Auftrag von S+B, wurde im Rahmen des Baukongresses in Wien prämiert.

Aktienkäufe: Uniqa-Vorstand Rene Knapp hat den Kauf von 5000 Aktien zu je 15,8 Euro gemeldet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

Hinweis

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