Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Gewinnen
Industrie trägt heimische Konjunkturerholung - Blicke weiter auf Frankreich gerichtet
Die Konjunkturerholung in Österreich wird vor allem von der Industrie getragen - trotz hoher Energiepreise und einer erhöhten Inflation, wie eine am Dienstag veröffentlichte Analyse der Bank Austria zeigt. "Die Industrie, allen voran die Elektroindustrie, Metallwarenerzeugung und die chemische Industrie, hat sich überraschend gut entwickelt", erklärte Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die Bauwirtschaft hingegen schwächelt weiter, wobei es auch hier Stabilisierungstendenzen gebe.
Die Einschätzung von Finanzexperten und Analysten zur Konjunktur in Deutschland hat sich erstmals seit fünf Monaten wieder verschlechtert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen, das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW, fielen im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 6,6 Punkte auf 28,1 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten einen Dämpfer erwartet, waren aber im Schnitt nur von einem Rückgang auf 30 Punkte ausgegangen.
Auch die Lage in Frankreich wird am Anleihemarkt weiterhin eine Rolle spielen. Teile der Investoren dürften unter dem Eindruck eines wachsenden gesellschaftlichen Drucks ein Szenario eingepreist haben, das die Chancen fiskalpolitischer Konsolidierungsvorhaben reduziert oder die Aussichten auf fiskalische Zugeständnisse erhöht, schrieb Analyst Christian Arnold von der DZ Bank.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,23 3,25 -0,02 16 5 Jahre 3,45 3,47 -0,02 25 10 Jahre 3,68 3,71 -0,03 28 30 Jahre 4,03 4,07 -0,04 27
moe/ik
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Quelle: APA
