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Bank Austria: Industrie trägt Konjunkturerholung in Österreich

20.10.2026, 11:55:00

Bauwirtschaft weiter schwach - Konsumzurückhaltung bremst Handel

Die Konjunkturerholung in Österreich wird vor allem von der Industrie getragen - trotz hoher Energiepreise und einer erhöhten Inflation, wie eine am Dienstag veröffentlichte Analyse der Bank Austria zeigt. "Die Industrie, allen voran die Elektroindustrie, Metallwarenerzeugung und die chemische Industrie, hat sich überraschend gut entwickelt", erklärte Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die Bauwirtschaft hingegen schwächelt weiter, wobei es auch hier Stabilisierungstendenzen gebe.

"Für die Bauwirtschaft mehren sich die Anzeichen einer Stabilisierung. Während der Tiefbau weiterhin von öffentlichen Infrastrukturprojekten profitiert, dürfte sich auch der Hochbau im Laufe des Jahres 2027 schrittweise erholen. Aufgrund der weiterhin hohen Baukosten und der verhaltenen Nachfrage wird der Aufschwung jedoch nur langsam verlaufen", erwartet Co-Autor Walter Pudschedl.

Konsumzurückhaltung bremst Handel

Im Dienstleistungssektor macht sich insbesondere im Handel die Konsumzurückhaltung der Haushalte bemerkbar. "Mit einer Abschwächung der Inflation sollten sich die Rahmenbedingungen 2027 jedoch verbessern", schätzt Pudschedl. Positiv entwickeln sich die Dienstleistungsbereiche Informations- und Kommunikationstechnologie, Immobilienwirtschaft sowie Teile der Finanzwirtschaft.

Österreichs Wirtschaftsleistung ist im ersten Halbjahr 2026 real um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die Volkswirte der Bank Austria erwarten für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent und für 2027 ein Plus von 1,2 Prozent. "Die größten Risiken dabei bleiben die geopolitischen Spannungen, die Entwicklung der Energiepreise sowie deren Auswirkungen auf Inflation und Konsumverhalten", so die Ökonomen.

pro/tsk

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Quelle: APA