Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise geben wieder nach
Goldpreis erholt
Die jüngsten Sorgen über mögliche Lieferausfälle im Nahen Osten haben etwas nachgelassen. Zudem rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) mit einem stärkeren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage als bisher erwartet, wie gestern bekannt wurde. Die Aussichten auf eine diplomatische Entspannung zwischen den Kriegsparteien USA und Iran bleiben unterdessen ungewiss.
Zwar setzen die vom Iran unterstützten Houthi ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien fort. Bisher ist jedoch unklar, ob dadurch die Öllieferungen des weltweit größten Rohölexporteurs beeinträchtigt wurden. "Die Angriffe der Huthi haben bisher nicht zu den schweren Lieferunterbrechungen geführt, die der Markt befürchtet hatte", sagte Takahiro Asaoka, leitender Volkswirt beim Itochu Research Institute, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Deshalb gehe ein Teil des geopolitischen Risikoaufschlags bei den Ölpreisen zurück. Auch die schwächeren Nachfrageprognosen der IEA belasteten die Notierungen.
Die Versorgungslage am Ölmarkt bleibt nach monatelangen Beeinträchtigungen durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran dennoch angespannt. Brent-Öl hat sich seit Jahresbeginn um mehr als 70 Prozent verteuert.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 111,60 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag hatte der Preis 112,30 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis erholte sich vom schwächeren Vortag. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.154,87 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,21 Prozent mehr als am Vorabend.
spa/ste
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Quelle: APA
