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Wifo und IHS bestätigen trotz Energiepreisschub BIP-Wachstum für 2026

14.10.2026, 10:02:00

Wifo und IHS erwarten BIP-Wachstum von 0,9 bzw. 0,8 Prozent - 2027 soll die Wirtschaft 1,3 bzw. 1,0 Prozent wachsen - Iran-Krieg befeuert Inflation - Arbeitslosenquote soll erst 2027 sinken

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Bekanntgabe der Konjunkturprognose
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Österreichs Wirtschaft dürfte dem erneuten Energiepreisschub durch den Iran-Krieg trotzen und ihre leichte Erholung fortsetzen. Die Wirtschaftsforscher des Wifo und IHS bestätigten am Mittwoch ihre Prognosen von 0,9 bzw. 0,8 Prozent BIP-Wachstum für 2026. Während das Wifo seine Prognose für 2027 leicht auf 1,3 Prozent anhob, geht das IHS weiter von einem Wachstum von 1,0 Prozent aus. Die Inflation soll heuer 3,3 bzw. 3,1 Prozent betragen, 2027 dann 2,6 bzw. 2,8 Prozent.

Trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg dürfte die heimische Wirtschaft nach einer kurzen Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder Fahrt aufnehmen, schreibt das Institut für Höhere Studien (IHS) in seiner aktuellen Konjunkturprognose. "Dafür sprechen das resiliente außenwirtschaftliche Umfeld sowie die deutliche Stimmungsaufhellung in der Industrie", heißt es darin weiter. Deshalb werde an den im Juni erstellten Prognosen für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) für heuer und das kommende Jahr festgehalten.

Ähnlich beurteilt das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) die Lage. Trotz des neuerlichen Energiepreisschubs sieht es die heimische Wirtschaft weiter auf einem "zaghaften Erholungskurs". Wachstumsträger für 2026 ist demnach die Industrie. Der private Konsum dürfte aufgrund der gesunkenen Reallöhne hingegen nur schwach weiter wachsen. Für 2027 sind die Ökonomen optimistischer als noch im Juni und erhöhten ihre Wachstumsprognose um 0,2 Prozentpunkte. Die Impulse aus der Außenwirtschaft dürften dann die Binnennachfrage stärker ankurbeln, so das Wifo.

Inflation bleibt hoch

Die Wirtschaftsforscher hoben ihre Inflationsprognosen teils deutlich an. Der Iran blockiert seit Beginn des Kriegs Ende Februar den Verkehr in der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Meerenge von Hormuz. Dadurch verteuerten sich Rohöl, Erdgas und Strom deutlich. Dieser Preisanstieg hält laut den Wirtschaftsforschern länger an als im Sommer angenommen. Das Wifo rechnet deshalb nun heuer mit einer Inflation von 3,3 statt 3,2 Prozent und 2027 mit 2,6 statt 2,4 Prozent. Das IHS prognostiziert heuer 3,1 statt 3,0 Prozent und 2027 2,8 statt 2,3 Prozent.

"Damit entwickelt sich die Inflation in Österreich im Gleichklang mit jener im Euroraum-Durchschnitt (3,0 bzw. 2,7 Prozent)", schreibt das IHS. Allerdings liegt die Inflation damit weiterhin deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent.

Arbeitslosenquote sinkt erst 2027 langsam

Die schwache Wirtschaftsentwicklung in den vergangenen Jahren schlug merkbar auf den Arbeitsmarkt durch. Seit Frühjahr 2023 steigen die Arbeitslosenzahlen. Für heuer rechnen beide Institute mit einer Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent. Das Wifo führt den Anstieg unter anderem auf die Zunahme des Arbeitskräfteangebots durch Zuwanderung zurück. Da der Arbeitsmarkt erst mit Verzögerung auf die Konjunktur reagiert, dürfte die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr nur langsam zurückgehen. Das Wifo erwartet für 2027 eine Quote von 7,3 Prozent, das IHS mit 7,4 Prozent.

(Redaktionelle Hinweise: Grafik 1265-26) hel/cri

 WEB   https://www.wifo.ac.at/


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Quelle: APA