Wiener Börse (Mittag) - ATX mit 0,55 Prozent im Plus
Negative Technologie-Vorgaben aus den USA und Asien belasten kaum - AT&S verliert 2,1 Prozent
Die internationale Stimmung wird durch negative Vorgaben aus den USA und Asien nicht getrübt. Besonders Technologiewerte litten dort unter anhaltenden Gewinnmitnahmen bei den Aktien von Chipherstellern. Spekulationen über ein Ende der rasanten Preissteigerungen bei Speicherchips haben am Dienstag einen Ausverkauf bei Halbleiterwerten ausgelöst. Auslöser der aktuellen Verkäufe waren Börsianern zufolge Medienberichte, nach denen der chinesische Halbleiterkonzern CXMT eine neue Generation von Speicherchips für Rechenzentren auf den Markt bringen will.
Wien als technologiearme Börse bleibt davon weitgehend unberührt. Die Papiere des Halbleiterproduzenten AT&S spürten aber die Techschwäche und fanden sich heute 2,1 Prozent im Minus.
Beobachtet werden weiterhin die Ölpreise, die heute nachgeben. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 105,03 US-Dollar. Das waren 1,5 Prozent weniger als am Vortag. In den drei vorangegangenen Handelstagen war der Preis für die Sorte Brent um mehr als sechs Prozent gestiegen.
Das Augenmerk der Marktteilnehmer wird sich heute laut den Experten der Helaba vor allem auf den US-Immobilienmarkt richten, da heute in der Eurozone keine wichtigen Daten auf dem Kalender stehen.
Die Strabag hat heute bekanntgegeben, einen Großauftrag über ihre rumänische Tochter Strabag S.R.L. in einem Konsortium erhalten zu haben. Der Auftragswert beträgt 219 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. Strabag-Titel verloren trotzdem 0,4 Prozent.
Der Flughafen Wien hat berichtet, im September am Standort Schwechat einen Passagierrückgang von 7,5 Prozent auf 2.910.597 Reisende verzeichnet zu haben. Flughafen Wien-Aktien gewannen im ATX Prime trotzdem bis jetzt 1.1 Prozent.
An der Spitze des ATX gingen Erste Group 2,0 Prozent hinauf. Die weiteren schwergewichteten Bankenwerte BAWAG und Raiffeisen Bank International stützten den ATX mit Gewinnen von 1,8 und 0,2 Prozent. Knapp im Plus notierten die Anteilscheine der OMV mit 0,04 Prozent.
Am Ende des ATX fanden sich Lenzing mit Abgaben von 4,9 Prozent. Damit haben die Papiere des Faserproduzenten heuer bereits 53 Prozent verloren.
moe/ste
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Quelle: APA
