Devisen (Früh) - Eurokurs mit Stabilisierungsversuch
Euro kostete in der Früh 1,1174 Dollar
Insgesamt bleibt der Euro aber unter Druck: in der vergangenen Woche war sein Kurs erstmals seit rund eineinhalb Jahren unter die Marke von 1,12 Dollar gefallen. Seit dem Beginn des aktuellen Abwärtstrends im September 2026 hat die Gemeinschaftswährung zum Dollar bereits fast 5 Cent an Wert verloren.
Zunächst hatten eine Leitzinserhöhung in den USA sowie die angesichts hoher Inflationsrisiken gestiegene Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte dem Dollar Rückenwind verliehen. Hinzu kamen dann als Belastung für den Euro Sorgen über die Staatsfinanzen Frankreichs. Entsprechend im Fokus steht an diesem Dienstag nun der Auftakt der Haushaltsberatungen Frankreichs für das kommende Jahr.
Das Augenmerk der Marktteilnehmer richtet sich am Nachmittag zudem auf den US-amerikanischen Immobilienmarkt. "Die Verkaufszahlen bestehender Eigenheime in den USA befinden sich seit Jahren schon in einer ausgedehnten Bodenbildungsphase, nachdem Ende 2023 das bisherige zyklische Tief erreicht wurde", schreiben die Experten der Landesbank Helaba in ihrem Kommentar. "Zuletzt hat sich dabei wieder eine leicht schwächere Tendenz abgezeichnet, wohl auch, weil das Renditeniveau seit März dieses Jahres deutlich zugelegt hat und so die Immobilienfinanzierungen deutlich verteuert wurden." Eine klare Erholung des Immobilienmarktes zeichne sich weiter nicht ab.
moe/ste
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Quelle: APA
