Wiener Aktienmarkt vorbörslich tiefer erwartet
ATX mit einem Minus von 0,7 Prozent indiziert - Veränderung in heimischer Politik angekündigt
In der heimischen Politik wurden am Sonntag Veränderungen bei einer mitregierenden Partei verkündet. SPÖ-Chef Andreas Babler zieht sich teilweise zurück. Bis zumindest Jahresende will er Vizekanzler bleiben, ehe er an Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), der sich derzeit noch der Heilung seiner Krebserkrankung widmet, übergibt. Auf dessen Wunsch würde Babler auch (Medien-)Minister bleiben. Als SPÖ-Chef holt sich Babler Klubobmann Philip Kucher und Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner an seine Seite.
Positive Vorgaben kommen aus Asien. Japans Leitindex Nikkei-225 stieg um rund zwei Prozent, nachdem vor dem Wochenende steigende Renditen an den Anleihemärkten und die Aussicht auf eine baldige weitere Leitzinserhöhung in den USA belastet hatten. Die am Freitag nach dem japanischen Börsenschluss veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen dann aber schwächer aus als gedacht und milderten die Inflations- und Zinssorgen. In Festlandchina wurde indes feiertagsbedingt erneut nicht gehandelt, ebenso nicht in Südkorea.
Unternehmensseitig steht zu Wochenbeginn nichts auf dem Programm. Datenseitig richte sich das Interesse zunächst "vor allem auf die Bekanntgabe der Einkaufsmanagerindizes im Dienstleistungssektor", so die Helaba-Experten. Den Auftakt gab bereits Japan mit dem finalen Wert. Endgültige Werte in Deutschland, Frankreich und der Eurozone sowie die Zahlen in Spanien und Italien stehen am Vormittag an.
Nicht unbeachtet sollte am Vormittag das sentix-Investorenvertrauen in der Eurozone bleiben, so die Analysten weiter. "Vor dem Hintergrund der zuletzt unruhigen Entwicklungen an den Renten- und Aktienmärkten und des per saldo weiter auf hohem Niveau liegenden Ölpreises rechnen wir mit einer spürbaren Stimmungseintrübung", schreiben die Experten der Helaba.
Am Freitag hatte sich der ATX nach tiefroten Vortagen stabilisiert und um 0,60 Prozent höher auf 6.718,25 Punkten geschlossen. Zwar hatte die andauernde Schwäche einiger Bankwerte den Leitindex weiterhin etwas belastet. Dem gegenüber hatten fallende Ölpreise gestanden, während schwache US-Arbeitsmarktdaten die Zinssorgen am Markt etwas gedämpft hatten. Bei den Einzelwerten hatte jedoch Lenzing mit einem herben Kursverlust auf sich aufmerksam gemacht. AT&S hatte von der europaweiten Nachfrage nach Aktien mit KI-Fantasie profitiert.
Die größten Kursgewinner und -verlierer im prime market am Freitag:
AT&S 10,40 % 223,00 Euro DO & CO 3,10 % 193,00 Euro Polytec 3,10 % 5,98 Euro
Lenzing -29,54 % 13,74 Euro RHI Magnesita -4,76 % 34,00 Euro SBO -2,71 % 28,70 Euro
rst/moe
ISIN AT0000999982
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Quelle: APA
