Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise geben jüngste Gewinne teilweise ab
Goldpreis steigt etwas
In der Nacht wurde in der Straße von Hormuz erneut ein Angriff auf ein Schiff gemeldet. Im Jemen ist es unterdessen zu Kämpfen gekommen. Medien berichten inzwischen von Plänen der USA, weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten zu verlegen. Eine mögliche Verschärfung des Kriegs mit dem Iran könnte die zuletzt wieder gestiegenen Energielieferungen aus der Region erneut beeinträchtigen.
Ein Tanker ist einem Bericht zufolge beim Durchfahren der Straße von Hormuz unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Donnerstagabend (Ortszeit).
Im Jemen waren nach Angaben von Augenzeugen in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter. Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Das berichten das "Wall Street Journal" und das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte. Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem "Time"-Magazin sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: "Möglich".
"Der Ölmarkt ist sehr anfällig für einen weiteren Preissprung, da die Lagerbestände nach sechs Monaten mit Rückgängen niedrig sind", schrieben die Analysten Brian Martin und Daniel Hynes von der ANZ Group in einer Analyse. Die Anleger seien zunehmend besorgt, dass der Iran auf die militärische Aufrüstung mit Angriffen auf US-Einrichtungen und die Energieinfrastruktur in der Region reagieren könnte.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 108,82 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 107,30 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte geringfügig zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.182,89 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,13 Prozent mehr als am Vorabend.
spa/rst
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Quelle: APA
