Österreichische Staatsanleihen im Späthandel klar im Plus
Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um 3 Basispunkte auf 3,78 Prozent
Im Fokus standen zur Wochenmitte Inflationszahlen aus der führenden europäischen Volkswirtschaft, Deutschland, und aus Italien. Rekordpreise an den Tankstellen haben das Leben in Deutschland im September so stark verteuert wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Getrieben von hohen Energiepreisen kletterte die Inflationsrate auf 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Stärker waren die Verbraucherpreise zuletzt im Dezember 2023 mit 3,7 Prozent gestiegen.
Solange sich der Energiepreisschock nur in sehr begrenztem Umfang auf die übrige Wirtschaft ausbreitet, gibt es tatsächlich kaum einen Grund für die EZB, die Zinsen im kommenden Jahr weiter anzuheben, bewertete die Commerzbank die Inflationszahlen. Jede weitere Zinserhöhung erhöht das Risiko einer ungerechtfertigten Abkühlung der Konjunktur.
In Italien hat sich die Inflation im September noch deutlicher verstärkt. Die nach europäischem Standard erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten auf Jahressicht um 4,1 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im August hatte die Jahresrate bereits 3,2 Prozent betragen. Italien ist im Euroraum die drittgrößte Wirtschaft, nach Deutschland und Frankreich.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,31 3,36 -0,05 9 5 Jahre 3,50 3,56 -0,06 15 10 Jahre 3,78 3,81 -0,03 21 30 Jahre 4,14 4,15 -0,01 23
ste/spa
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Quelle: APA
