Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise konsolidieren nach Vortagesminus
Brent-Preis bei 103,30 US-Dollar
Am Markt wurde der Rückgang der Ölpreise gestern mit höheren Liefermengen aus dem wichtigen Förderstaat Saudi-Arabien erklärt. Unterdessen verstärken die USA ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans. Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig.
Saudi-Arabien hat die Transporte durch seine Ost-West-Pipeline inzwischen auf mindestens 3,5 Millionen Barrel pro Tag hochgefahren, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Dies entspricht etwa der Hälfte der Kapazität der Leitung. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Tage seien die Rohölexporte aus dem Nahen Osten auf 17,5 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, damit hätten sie 98 Prozent des Vorkriegsniveaus erreicht, schrieben Analysten der US-Bank JPMorgan um Natasha Kaneva.
Für starke Schwankungen am Ölmarkt sorgte zuletzt auch die Aussicht auf mögliche Beschränkungen der US-Dieselexporte. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump versucht damit, die rekordhohen Dieselpreise im eigenen Land einzudämmen.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Dienstag 109,53 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Montag hatte der Preis 111,75 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis notierte wenig verändert. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.185,56 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,1 Prozent mehr als am Dienstagabend.
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Quelle: APA
