Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Gewinnen
Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich eingetrübt
Überrascht hat heute die Nachricht, dass sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im September eingetrübt hat. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 97,9 Punkte, wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Zuvor war der Stimmungsindikator vier Monate in Folge gestiegen. Analysten wurden vom Stimmungsdämpfer überrascht. Sie hatten einen weiteren Anstieg erwartet und waren im Schnitt von einem Indexwert von 99,0 Punkten ausgegangen. Der Stimmungsindikator fällt damit wieder tiefer unter den langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten.
In den USA wiederum ist im September die Stimmung der Verbraucher unter anderem wegen der hohen Energiepreise deutlich eingetrübt und hat den tiefsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Der Indikator fiel um 6,7 Punkte auf 81,9 Punkte, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Es ist der niedrigste Stand seit dem Frühjahr 2014.
In Österreich fordert Wifo-Chef Gabriel Felbermayr nach den Regierungsmaßnahmen für die Industrie jetzt eine gezielte Strategie für die kriselnde Baubranche. "Wenn man was tun will für die Konjunktur, wäre der Bau eigentlich ein zentrales Element, wo man ansetzen müsste", sagte Felbermayr am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Daher wäre es gut, wenn die Politik "nach der Industriestrategie eine Baustrategie machen" würde.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,19 3,20 -0,01 -1 5 Jahre 3,50 3,52 -0,02 11 10 Jahre 3,81 3,83 -0,02 24 30 Jahre 4,15 4,17 -0,02 22
moe/spa
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Quelle: APA
