Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise erneut etwas schwächer
Goldpreis legt zu
Der Markt wartet auf neue diplomatische Impulse, während sich die Angebotssorgen etwas abgeschwächt haben. Nach Berichten vom Donnerstag soll China den Iran aufgefordert haben, auf eine Eindämmung der Houthi-Angriffe hinzuwirken. Die Houthi-Rebellen im Jemen waren zuletzt für eine Reihe von Angriffen auf Öltanker in der Region verantwortlich, die zur Verknappung des Rohölangebots beitrugen.
Unterdessen will US-Präsident Donald Trump laut einem US-Medienbericht am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York am Dienstag Vertreter mehrerer Golfstaaten treffen, um über den Iran-Krieg zu sprechen. Das Portal "Axios" schrieb, Trump habe in einem Interview klargemacht, er wolle dieses Gespräch nutzen, um mit Verbündeten in der Region nächste Schritte auszuloten. In dem Gespräch mit dem Portal hatte Trump auch eine "große Entscheidung" im festgefahrenen Iran-Krieg angekündigt - ohne dabei zeitlich konkret zu werden.
Der jüngste Rückgang der Ölpreise scheine eher auf einen nachlassenden geopolitischen Risikoaufschlag als auf eine grundlegende Trendwende zurückzugehen, sagte Priyanka Sachdeva, Leiterin der Marktanalyse beim Finanzdienstleister Phillip Nova in Singapur, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Händler warteten auf Belege dafür, dass sich das Öl-Angebot tatsächlich erhole.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 119,20 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 124,04 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte zu und knüpfte damit an die Erholungsbewegung vom Vortag an. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.393,14 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,19 Prozent mehr als am Vorabend.
spa/ger
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Quelle: APA
