Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursgewinnen
Fallende Ölpreise und US-Geldpolitik im Fokus
Nach dem deutlichen Rückgang der Ölpreise am Vortag entspannte sich die Lage weiter. Die nach Drohnenangriffen abgeschaltete Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien solle bald wieder die Hälfte ihrer Kapazität liefern, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die hohen Ölpreise hatten zuletzt immer wieder Inflations- und Zinserhöhungserwartungen geschürt.
Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed wie erwartet die Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Obwohl US-Präsident Donald Trump vehement eine Zinssenkung gefordert hatte, stimmten die Fed-Mitglieder einstimmig für die Zinsanhebung. "Dass die Leitzinsen erhöht wurden, ist positiv zu sehen, denn so demonstrieren die Währungshüter Entschlossenheit und vor allem Unabhängigkeit gegenüber der US-Administration", kommentierten Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen.
Inflationsdaten aus der Eurozone beeinflussten das Geschehen am Anleihemarkt kaum. Im August legten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,2 Prozent zu, wie Eurostat nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Zunächst waren 3,3 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.
Auch US-Daten hatten kaum einen Effekt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche unerwartet zurückgegangen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,17 3,21 -0,04 -6 5 Jahre 3,39 3,44 -0,05 8 10 Jahre 3,68 3,74 -0,06 20 30 Jahre 4,06 4,11 -0,05 22
spa/sto
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Quelle: APA
