Wiener Börse (Eröffnung) - ATX mit minus 0,8 Prozent
Ölpreise belasten - Bankenwerte unter Druck
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Die Wiener Börse ist am Dienstagvormittag mit klaren Kursabschlägen konfrontiert. Der Leitindex ATX rutschte rund 25 Minuten nach Handelsbeginn 0,80 Prozent auf 6.709,31 Punkte ab. An den europäischen Börsen zeigte sich das gleiche Bild. Wegen der anhaltend schwierigen Lage im Nahen Osten liegen die Ölnotierungen weiterhin jenseits der 100-Dollar-Marke.
"Nach dem Vorrücken der Huthis im Jemen wird das Niveau von 110 US-Dollar pro Barrel ins Visier genommen", schrieb der Commerzbank-Devisenexperte Michael Pfister. Dies lenkt die Aufmerksamkeit noch stärker auf die am Mittwoch erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, bei der Anleger mit einer geldpolitischen Straffung rechnen.
Am Vormittag rücken datenseitig die Ergebnisse der ZEW-Umfrage des laufenden Monats in den Fokus. Vor dem Hintergrund der jüngsten Korrektur an den Aktienmärkten, der steigenden Zinsen und Zinserwartungen sowie dem hohen Niveau der Rohölpreise erwarten die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) eine zurückhaltende Stimmung unter den Befragten.
In Österreich war es unternehmensseitig bisher noch ruhig. Die Papiere des Halbleiterherstellers AT&S versuchen, die gestrige Delle durch KI-skeptische Stimmen etwas auszugleichen. AT&S konnten sich bisher um 0,8 Prozent erholen, nachdem sie gestern um über 9,0 Prozent abgesackt waren. Im Plus finden sich derzeit nur noch SBO mit 0,5 Prozent und Porr mit 0,4 Prozent.
Abschläge gab es auch bei den schwergewichteten Bankwerten. Erste büßten am Ende des ATX 2,6 Prozent ein. Für die BAWAG-Anteilscheine ging es 0,7 Prozent abwärts, die Raiffeisen Bank International (RBI) fielen 0,3 Prozent. Damit konnten sie sich nicht dem europäischen Trend entziehen. Der Stoxx Europe 600 Financial Services verlor als schwächster Branchenwert bisher 2,9 Prozent.
moe/ste
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Quelle: APA
