Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursverlusten
Steigende Ölpreise schüren Erwartungen auf weitere Leitzinsanhebungen
Marktbewegende Konjunkturdaten waren im Tagesverlauf nicht zu erwarten. Allerdings trieben die unklare Lage im Iran-Krieg und die damit wieder gestiegenen Rohölpreise die Inflationserwartungen an. Ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten wurde verschoben, während Angriffe auf die wichtigsten Öltransportrouten der Region die Sorgen über Engpässe bei der weltweiten Energieversorgung verstärkten.
Die steigenden Ölpreise schüren die Erwartungen auf weitere Leitzinsanhebungen. Bereits vergangene Woche hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins erhöht. "Die Argumente für eine weitere Straffung mehren sich", sagte zudem EZB-Ratsmitglied und lettischer Notenbankchef Martins Kazaks in einem am Montag veröffentlichten Interview. EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir warnte indes deutlicher vor einer stärker als erwartet steigenden Inflation im Euroraum. Die Entwicklung der Erdgas- und Strompreise bereite zunehmend Sorgen, erklärte der slowakische Notenbankchef. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank Fed über eine mögliche Leitzinserhöhung.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,30 3,21 0,09 2 5 Jahre 3,47 3,39 0,08 11 10 Jahre 3,75 3,72 0,03 23 30 Jahre 4,12 4,14 -0,02 23
rst/ste
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Quelle: APA
