Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend tiefer
Hohe Ölpreise stützen Renditen
Der Euro-Bund-Future stabilisierte sich um 0,15 Prozent auf 120,54 Punkte - auch deutsche Anleihen hatten zuvor kräftig nachgegeben.
Höhere Ölpreise und die daraus resultierende Aussicht auf Inflationsdruck und steigende Leitzinsen stützten die Renditen insbesondere am kurzen Ende. Zuletzt lag der Preis der Rohölreferenzsorte Brent bei knapp 105 US-Dollar und damit etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Experten zufolge würden sich die Marktakteure am Ölmarkt zudem auf längerfristige Lieferengpässe aus dem Nahen Osten einstellen.
Inzwischen hatte die Zinsfantasie nach der erwarteten EZB-Zinserhöhung am Donnerstag nochmals Fahrt aufgenommen, schrieben die Ökonomen der Helaba: "Bis zum Jahresende wird fest mit einem weiteren Schritt gerechnet, im ersten Quartal 2027 ist eine zusätzliche Erhöhung um 25 Basispunkte vollständig eingepreist." Erwartungsgemäß ausgefallene US-Inflationsdaten erhöhten am Freitag zudem die Markterwartung, dass auch die US-Notenbank kommende Woche ihre Zinsspanne erhöhen wird.
Unterdessen hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum und die Inflation für das Jahr 2026 leicht nach unten revidiert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte heuer nach Ansicht der Ökonomen um 0,5 Prozent wachsen, teilte die Notenbank am Freitag mit. Im Juni hatte die OeNB noch ein BIP-Plus von 0,6 Prozent prognostiziert. Die Experten erwarten jedoch, dass sich die Wirtschaftslage im zweiten Halbjahr etwas aufhellt und die Dynamik wieder zunimmt.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,19 3,13 0,06 -1 5 Jahre 3,39 3,37 0,02 9 10 Jahre 3,72 3,69 0,03 21 30 Jahre 4,14 4,15 -0,01 25
spa/ste
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Quelle: APA
