Neuer Bodenabfertiger am Flughafen Wien will Belegschaft behalten
Joint Sky Service rechnet damit, alle Kunden des bisherigen Anbieters zu übernehmen
Wie Ende Juli bekannt wurde, verlor AAS die zweite Bodenabfertigungslizenz in Wien. Den Zuschlag erhielt JSS. AAS werde aber weiterhin am Flughafen als exklusiver Dienstleister im Auftrag von JSS für den Passagierbereich zuständig sein. "Damit bleibt für die Passagemitarbeiter der AAS alles wie gehabt", heißt es in dem Statement von Joint Sky Service. Mit dieser Lösung ermögliche man AAS den Standort "längerfristig und dadurch die bisherigen Abfertigungsleistungen bis zum 24. Oktober sicher weiterzubetreiben".
Weiters könne man dadurch "einen friktionslosen Übergang der Rampendienstleistungen auf uns sicherstellen". Die Rampenmitarbeiter würden "mit allen Rechten und Vordienstzeiten" von JSS direkt übernommen: "Eine Schlechterstellung von Mitarbeitern, wie von manchen Medien insinuiert, kann unsererseits ausgeschlossen werden".
EU-Recht schreibt zweiten Bodenverkehrsdienstleister vor
In der EU müssen Flughäfen ab einer gewissen Größe einen zweiten Bodenverkehrsdienstleister haben, damit Airlines eine Alternative zur Abfertigung durch den Flughafenbetreiber haben. AAS betreut in Wien aktuell rund zwei Dutzend der insgesamt rund 65 Fluggesellschaften, darunter Turkish Airlines und die IAG-Fluglinien Iberia und British Airways. Vor AAS hatte der türkische Dienstleister Celebi die Lizenz inne, dieser musste sie aber 2020 aufgrund einer vom Bundesverwaltungsgericht festgestellten "mangelhaften" Vergabe vorzeitig abgeben.
Die Lizenz von AAS läuft am 24. Oktober aus. Die Bewilligung für den Nachfolger Joint Sky Services gilt für den Zeitraum vom 25. Oktober 2026 bis zum 22. Oktober 2033 und umfasst die Bereiche Gepäckabfertigung, Fracht- und Postabfertigung sowie Vorfelddienste.
spo/tpo
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Quelle: APA
