Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Verlusten
Deutliche Signale für eine Zinserhöhung der EZB nächste Woche
Angesichts des anhaltend hohen Preisdrucks mehren sich die Signale aus der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf eine baldige Zinserhöhung hindeuten. Im gesamten Euroraum seien die Aufwärtsrisiken für die Inflation zuletzt wieder gestiegen, sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Martin Kocher, am Dienstag: "Sollte sich dieses Bild in der nächsten EZB-Prognose bestätigen, halte ich eine weitere Zinserhöhung in naher Zukunft für notwendig."
Die EZB will verhindern, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig verändert und sich die hohe Inflation festsetzt. Der EZB-Rat entscheidet am 10. September auf einer auswärtigen Sitzung in Berlin über den Leitzins.
In Österreich ist die Inflation im August laut Schnellschätzung der Statistik Austria auf 3,2 Prozent gestiegen. Im Juli lag die Teuerungsrate bei 2,8 Prozent. Steigende Preise bei Treibstoffen und Heizöl schoben die Inflation wieder an. Daneben bleiben Dienstleistungen ein starker Inflationstreiber.
Die Ölpreise sind am Dienstag aufgrund des eskalierenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran weiter gestiegen. Im Tagesverlauf bauten die Notierungen die Kursgewinne aus dem frühen Handel aus und knüpften damit an den deutlichen Anstieg vom Wochenauftakt an.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,97 2,95 0,02 6 5 Jahre 3,19 3,18 0,01 14 10 Jahre 3,55 3,54 0,01 25 30 Jahre 4,07 4,07 0,00 27
moe/spa
Weitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
