Wiener Börse (Mittag) - ATX nimmt wieder Kurs auf Rekordhoch
Strabag überzeugt mit Zahlen und angehobenem Ausblick - Warten auf Warsh-Rede in Jackson Hole
An den Finanzmärkten sind die Augen vor dem Wochenende auf das jährliche Notenbankertreffen in Jackson Hole, Wyoming, gerichtet. Besonders gilt dies für die ab 16 Uhr anstehenden Wortmeldungen des US-Notenbankchefs Kevin Warsh, von denen sich Marktteilnehmer Hinweise auf die Geldpolitik der Fed sowie seine Einschätzung zur Lage an den Anleihemärkten erhoffen. "Auch wenn wir nicht mit großen Ankündigungen rechnen, werden alle Worte von den Märkten mit Bedacht abgewogen", so die Analysten der ING.
National standen dagegen ein weiteres Mal die Bauwerte im Fokus. Strabag kletterten um fast 13 Prozent auf den höchsten Stand seit dem Rekordhoch von Mitte Februar. Der Baukonzern hatte nach einem starken ersten Halbjahr und einem erneut kräftigen Auftragseingang den Ausblick für Bauleistung und Marge angehoben. Analyst Michael Marschallinger von der Erste Group sprach von starken Sechsmonatszahlen. Die Kombination aus Rekord-Auftragsbestand, beschleunigter Infrastrukturaktivität, angehobenen Prognosen und möglichen Aufwärtskorrekturen der Analystenschätzungen unterstütze das weitere Aufwärtspotenzial der Aktie.
In dem Sog stabilisierten sich auch Porr, bei denen die Anleger am Vortag noch enttäuscht auf eine Verfehlung der Umsatzschätzungen sowie einen verlangsamenden Auftragseingang reagiert hatten. Analysten fanden jedoch auch lobende Worte, zumal der Gewinn die Erwartungen übertroffen hatte. Berenberg-Analyst Andreas Wolf bestätigte etwa mit Verweis auf Anzeichen einer Verbesserung der Auftragsdynamik seine Kaufempfehlung. Die Porr-Titel gewannen gut 0,9 Prozent, nach dem Vortagesminus von 7,5 Prozent.
Erholt tendierten auch die heimischen Bankwerte. BAWAG, Erste Group und RBI legten um bis zu einem Prozent zu. Am Vortag hatten die Titel in einem schwachen europäischen Sektor nachgegeben, wobei die Erste-Analysten auf Diskussionen um politische Risiken in Frankreich verwiesen.
Mayr-Melnhof fielen um 1,6 Prozent auf 76,30 Euro, nachdem die Erste Group ihr Kursziel für die Aktien von 95,50 auf 83,50 Euro gekürzt hatte. Die Anlageempfehlung "Hold" wurde von Analyst Marschallinger nach der jüngsten Zahlenvorlage des Kartonherstellers bestätigt.
spa/ger
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Quelle: APA
