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Porr zum Halbjahr mit kräftigem Gewinnplus

27.08.2026, 08:44:00

Konzernergebnis stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 24 Prozent auf 36,4 Mio. Euro - Produktionsleistung bei knapp 3,2 Mrd. Euro stabil - Prognose für 2026 bestätigt

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Weitere Details (2. Absatz und ab 4. Absatz); Beschäftigtenzahl (im 1. Absatz) wurde korrigiert
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Der Baukonzern Porr hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Unter dem Strich blieben 36,4 Mio. Euro - um 23,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie aus dem Halbjahresbericht vom Donnerstag hervorgeht. Der Gewinn je Aktie (EPS) kletterte demnach um 34 Prozent auf 0,71 Euro. Die Produktionsleistung blieb quasi stabil bei knapp 3,2 Mrd. Euro (minus 0,1 Prozent). Das Unternehmen hatte im Schnitt 20.801 Beschäftigte (plus 0,7 Prozent).

"Klare Effizienzsteigerungen und konsequentes Kostenmanagement sind die wesentlichen Treiber", teilte die Porr in einer Aussendung mit. Trotz der selektiven Auftragsannahme sei die Pipeline voll: Zahlreiche Großaufträge stünden in Aussicht. Leistung und Umsatz seien durch den starken Winter geprägt gewesen. Vor allem der Hochbau habe erst später in die Bausaison starten können, während der Tiefbau ein deutliches Plus verzeichnet habe.

Umsatz etwas schwächer, operativ deutlich stärker

Die Umsatzerlöse verringerten sich heuer in den ersten sechs Monaten den Angaben zufolge witterungsbedingt leicht auf 2,9 Mrd. Euro (minus 1,1 Prozent). Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich das Ergebnis (EBITDA) auf 171,1 Mio. Euro - ein Plus von 11,6 Prozent. Der operative Gewinn (EBIT) verbesserte sich um 15,6 Prozent auf 56,3 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg von 38,8 auf 49,2 Mio. Euro.

Der Auftragsbestand des börsennotierten Konzerns wuchs um 4,4 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro, der Auftragseingang wiederum bremste sich um 14,4 Prozent auf rund 3,5 Mrd. Euro ein. Die Bilanzsumme weitete sich per 30. Juni um 3,2 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro aus. Die Eigenkapitalquote blieb unverändert bei 20 Prozent - bei einem Eigenkapital (inklusive Anteile anderer Gesellschaften) von 946 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung ging von 301 Mio. auf 461 Mio. Euro nach oben.

Gute Auslastung für die kommenden Jahre

"Das erste Halbjahr 2026 war für die Porr ein äußerst dynamisches - wir konnten uns über eine Reihe von bedeutenden Neuaufträgen freuen, die zeigen, wie breit wir mit unserem Portfolio in allen Heimmärkten aufgestellt sind", betonte CEO Karl-Heinz Strauss in der Konzernmitteilung. Das Unternehmen könne sich über eine Reihe von bedeutenden Neuaufträgen freuen - im Industriebau etwa die Chipfabrik für X-FAB in Erfurt (Deutschland) als größtem Hochbau-Einzelauftrag.

Auch in Österreich habe die Porr bedeutende Neuaufträge wie etwa den Neubau der Psychiatrie in der Klinik Favoriten in Wien gewonnen. Der aktuelle Auftragsbestand sichert laut Konzern "eine gute Auslastung für die kommenden eineinhalb Jahre".

In der zweiten Jahreshälfte werde der Schwung fortgesetzt, stellt das Management in Aussicht. Das breite Produktportfolio und konsequentes Kostenmanagement machten auch zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf.

Prognose für 2026 bestätigt

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 - eine moderat positive Leistungs- und Umsatzentwicklung sowie eine Steigerung der EBIT-Marge - wurde bestätigt, nun aber auch beziffert: Leistung und Umsatz sollen heuer um 2 bis 4 Prozent wachsen. Die EBIT-Marge soll zwischen 3,2 und 3,3 Prozent (2025: 3,1 Prozent) liegen.

In Deutschland habe die Porr bereits einige Aufträge im Hochbau gewonnen und die Projektpipelines seien gut gefüllt: Insbesondere in Polen und CEE liefen gerade zahlreiche Ausschreibungen. Der Tiefbau sei das "Zugpferd der Branche". In Osteuropa sei der Infrastrukturausbau in vollem Gange und in Deutschland stehe eine Welle an Sanierungen bevor. "Wir vertiefen zudem unser Portfolio in Wachstumssegmenten wie Industriebau, Healthcare und leistbarem Wohnraum", so das Management im Brief an die Aktionärinnen und Aktionäre.

kre/ivn

 ISIN  AT0000609607
 WEB   http://www.porr-group.com


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Quelle: APA