Austriacard mit Gewinnsteigerung, Squeeze-out gestartet
Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gestiegen - Japanischer Mehrheitseigentümer hält 96,55 Prozent nach Andienung von rund 35,1 Millionen Aktien
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Der Wiener Kartenhersteller Austriacard, der für die Produktion der Gesundheitskarte E-Card verantwortlich ist, hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich verbessert. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 186,6 Mio. Euro, der Gewinn hat sich mit 5,8 Mio. Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Unterdessen leitete der japanische Druckkonzern Dai Nippon Printing (DNP) nach dem erfolgreichen Übernahmeangebot den Squeeze-out ein.
Wie das Unternehmen zuvor mitgeteilt hatte, wurden DNP bis zum Ende der Annahmefrist am 21. August insgesamt 35.099.096 Aktien (rund 96,55 Prozent) angedient. Für verbliebene Aktionäre beginne nun eine dreimonatige gesetzliche Nachfrist zur Annahme des Übernahmeangebots von 10,00 Euro je Aktie.
Die Durchführung des Ausschlussverfahrens nach dem Gesellschafter-Ausschlussgesetz stehe weiterhin unter Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständige österreichische Behörde. Sobald diese vorliege, werde das Angebot verbindlich. Die Auszahlung des Angebotspreises von 10,00 Euro je Aktie soll spätestens innerhalb von zehn Börsetagen nach Erhalt der Genehmigung über die jeweiligen Wertpapierdepots der Aktionäre abgewickelt werden.
Gesetzliche Nachfrist startet
Für alle Inhaber von Austriacard-Aktien, die das Angebot bisher nicht angenommen haben, verlängere sich die Annahmefrist gesetzlich um drei Monate. Diese gesetzliche Nachfrist beginne am heutigen Mittwoch (26. August) und ende am 26. November 2026 um 17 Uhr Wiener Ortszeit.
Die verbliebenen Anteile könnten während dieses Zeitraums zu unveränderten Bedingungen für 10,00 Euro je Aktie eingereicht werden.
Mit dem Squeeze-out ist auch ein Delisting der Gesellschaft von der Wiener Börse (prime market) sowie von der Euronext Athens verbunden. Die Übernahme hatte sich im Mai angekündigt, als Hauptaktionär Nikolaos Lykos zugestimmt hatte, seinen Anteil von rund 74,6 Prozent abzugeben. Das Wiener Traditionsunternehmen blickt auf eine mehr als 130-jährige Geschichte zurück und beschäftigt international 2.360 Mitarbeiter.
tpo/ivn
ISIN AT0000A325L0 WEB http://www.austriacard.com
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Quelle: APA
