Dai Nippon Printing startet Squeeze-out bei Austriacard
Gesetzliche Nachfrist für Kleinaktionäre läuft bis November - Japanischer Mehrheitseigentümer hält 96,55 Prozent nach Andienung von rund 35,1 Millionen Aktien
--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Dreimonatige gesetzliche Nachfrist, Auszahlungszeitraum, Anzahl der angedienten Aktien - neu geschrieben. ---------------------------------------------------------------------
Der japanische Druckkonzern Dai Nippon Printing (DNP) leitet nach dem erfolgreichen Übernahmeangebot den Squeeze-out beim Wiener Kartenhersteller Austriacard ein. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurden DNP bis zum Ende der Annahmefrist am 21. August insgesamt 35.099.096 Aktien (rund 96,55 Prozent) angedient. Für verbliebene Aktionäre beginne nun eine dreimonatige gesetzliche Nachfrist zur Annahme des Übernahmeangebots von 10,00 Euro je Aktie.
Die Durchführung des Ausschlussverfahrens nach dem Gesellschafter-Ausschlussgesetz stehe weiterhin unter Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständige österreichische Behörde. Sobald diese vorliege, werde das Angebot verbindlich. Die Auszahlung des Angebotspreises von 10,00 Euro je Aktie soll spätestens innerhalb von zehn Börsetagen nach Erhalt der Genehmigung über die jeweiligen Wertpapierdepots der Aktionäre abgewickelt werden.
Gesetzliche Nachfrist startet
Für alle Inhaber von Austriacard-Aktien, die das Angebot bisher nicht angenommen haben, verlängere sich die Annahmefrist gesetzlich um drei Monate. Diese gesetzliche Nachfrist beginne am heutigen Mittwoch (26. August) und ende am 26. November 2026 um 17 Uhr Wiener Ortszeit.
Die verbliebenen Anteile könnten während dieses Zeitraums zu unveränderten Bedingungen für 10,00 Euro je Aktie eingereicht werden.
Mit dem Squeeze-out ist auch ein Delisting der Gesellschaft von der Wiener Börse (prime market) sowie von der Euronext Athens verbunden. Die Übernahme hatte sich im Mai angekündigt, als Hauptaktionär Nikolaos Lykos zugestimmt hatte, seinen Anteil von rund 74,6 Prozent abzugeben. Das Wiener Traditionsunternehmen blickt auf eine mehr als 130-jährige Geschichte zurück und beschäftigt international 2.360 Mitarbeiter.
ivn/sag
ISIN AT0000A325L0 WEB http://www.austriacard.com
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Quelle: APA
