Dai Nippon Printing plant Squeeze-out bei Austriacard
Japanischer Mehrheitseigentümer hält 96,55 Prozent - Rückzug von Börsen in Wien und Athen geplant - Genehmigung noch ausständig
Das geplante Ausschlussverfahren basiere auf dem Ergebnis des freiwilligen Übernahmeangebots zur Kontrollerlangung, das für rund 96,55 Prozent der Aktien der Austriacard Holdings AG angenommen worden sei. Erst am Montag hatte Austriacard berichtet, dass sich DNP bis zum Ende der Übernahmefrist am 20. August einen Anteil von 96,29 Prozent gesichert habe. Mit dem Erreichen der neuen Schwelle ist der Weg für den Ausschluss der Kleinaktionäre nach dem österreichischen Gesellschafter-Ausschlussgesetz frei.
Rückzug von den Börsen
Mit der Umsetzung des Squeeze-outs wird auch ein Delisting der Gesellschaft von der Wiener Börse, wo das Papier im prime market notiert ist, sowie von der Euronext Athens verbunden sein. Der Zahlkartenhersteller ist seit dem Jahr 2023 an der Wiener Börse gelistet. Die Übernahme durch DNP hatte sich im Mai angekündigt, als der damalige Hauptaktionär Nikolaos Lykos zugestimmt hatte, seinen Anteil von rund 74,6 Prozent für 10 Euro je Aktie anzudienen. Im Juli gaben auch die Vorstände ihre Anteile ab.
Die geplante Durchführung des Squeeze-outs stehe unter dem Vorbehalt der Erteilung der Genehmigung für die ausländische Direktinvestition durch die zuständige FDI-Behörde in Österreich. Die Austriacard Holdings AG, die auf eine mehr als 130-jährige Geschichte zurückblickt, beschäftigt international 2.360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Zahlungslösungen, Identifikation, Smart Cards und sicheres Datenmanagement und ist etwa für die Produktion der österreichischen Gesundheitskarte E-Card verantwortlich.
ivn/sag
ISIN AT0000A325L0 WEB http://www.austriacard.com
Preisinformation
AUSTRIACARD HOLDINGS AGWeitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
