Österreichische Staatsanleihen geben im Späthandel nach
Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe bei 3,47 Prozent
"Die globalen Anleihemärkte bleiben angeschlagen, wobei die Renditen entlang der gesamten Kurven Mehrjahreshochs testen", schreibt Commerzbank-Experte Hauke Siemßen. Gestützt wurden die Anleihen durch etwas gesunkene Rohölpreise. Dies dürfte an einer Gegenbewegung nach den deutlichen Preisaufschlägen in der vergangenen Woche liegen.
"Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran lässt ebenso auf sich warten wie eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormuz", schreiben Experten der Helaba. "Vor diesem Hintergrund verharren die Energiepreise auf hohem Niveau, und Inflations- sowie Zinssorgen bleiben präsent."
US-Präsident Donald Trump will im festgefahrenen Iran-Krieg die Führung in Teheran mit wirtschaftlichem Druck zum Einlenken bewegen. "Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher "D-Day" - die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde", schrieb US-Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Er will auf einer für heute in Washington angekündigten Pressekonferenz die "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen die Islamische Republik vorstellen. Die Regierung im Iran zeigt sich nach Außen jedoch unbeeindruckt.
Wichtige Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht. Am Dienstag wird das Ifo-Geschäftsklima für den Monat August veröffentlicht. Dies dürfte angesichts der großen Verunsicherung besonders beachtet werden. Wichtige Impulse könnte auch das am Donnerstag startende Notenbankertreffen in Jackson Hole liefern.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,90 2,87 0,03 4 5 Jahre 3,11 3,09 0,02 15 10 Jahre 3,47 3,46 0,01 25 30 Jahre 4,02 4,02 0,00 27
mik/ste
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Quelle: APA
