Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis steigt auf knapp 92 Dollar
Hoffnungen auf eine Öffnung der Straße von Hormuz zerstreuen sich wieder - Goldpreis legt zu
Seit Beginn der Woche hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als zwei Dollar je Barrel verteuert. Am Markt zeigt sich zunehmend die Sorge, dass eine Normalisierung der Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf vorerst nicht zu erwarten ist. Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormuz die Umsetzung eines Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA.
Zuletzt hatte der Iran Angaben über einen Raketenangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) dementiert. Die Aussagen seien "völlig unbegründet", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate waren zwei aus dem Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen worden. In der Folge gab das emiratische Außenministerium bekannt, alle Handelsbeziehungen und Finanztransaktionen mit dem Iran bis auf weiteres auszusetzen.
Unterdessen gibt es in den USA weitere Hinweise auf einen Rückgang der Ölreserven. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hatte in der vergangene Wochen einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 0,3 Millionen Barrel verzeichnet. Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zur Entwicklung der Ölreserven erwartet.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch mitteilte, betrug der Korbpreis am Dienstag 89,57 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 87,49 Dollar am Montag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte am Mittwoch etwas zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4 361,83 US-Dollar gehandelt, das ist 0,6 Prozent mehr als am Vortag.
mik/moe
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Quelle: APA
