Rohstoffe (Vormittag) - Brent-Ölpreis nahe 90 US-Dollar
Unsichere Lage zwischen den USA und dem Iran treiben Preis an
Die Aussicht auf eine baldige Lösung des Kriegs zwischen den USA und Iran ist wieder einmal gesunken, nachdem ein weiterer Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormuz gemeldet wurde. Ein Schiff sei beim Auslaufen aus der Straße von Hormuz von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, teilte die britische Behörde UK Maritime Trade Operations mit. Es habe einen Schaden im Maschinenraum und einen verletzten Crewangehörigen gegeben. Die Hintergründe würden untersucht.
Mit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit dem Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz geregelt sein soll - bisher ohne Einigung. "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren", sagte Trump dem Sender Fox News am Montag. Der Oman ist bisher keine aktive Kriegspartei.
Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden - in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 87,49 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 85,43 Dollar am Freitag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis gab wieder etwas nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.391,68 US-Dollar gehandelt, das ist 0,6 Prozent weniger als am Montagabend.
moe/ger
Weitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
