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Wiener Börse (Eröffnung) - Leitindex ATX gibt 0,6 Prozent nach

18.08.2026, 10:02:00

Anziehende Ölpreise und Nahost-Krise drücken auf die Stimmung

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Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit Abschlägen aufgenommen. Der Leitindex ATX büßte am frühen Vormittag 0,62 Prozent auf 6.660,12 Zähler ein, der breitere ATX Prime gab 0,63 Prozent auf 3.278,11 Punkte nach. Damit folgten sie dem europäischen Trend.

Im Zentrum steht einmal der Nahe Osten, was den Ölpreis weiter antreibt. US-Präsident Donald Trump erwartet zudem nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. Außerdem drücken schwache Vorgaben der US- und der asiatischen Börsen auf die Anlegerstimmung.

Impulse könnte es heute durch US- und deutsche Konjunkturdaten geben. Am Vormittag steht die ZEW-Umfrage des laufenden Monats im Veröffentlichungskalender. Diese gibt weitere Hinweise auf die konjunkturellen Perspektiven in Deutschland und der Eurozone. Nach der Belastungswelle infolge des Iran-Kriegs im Frühjahr und Frühsommer zeichnet sich laut den Analysten der Helaba eine fortgesetzte Erholung der Stimmungsumfrage unter den Finanzmarktakteuren ab. In den USA warten Anleger auf die Daten zu den Importpreisen und zur Industrieproduktion im Juli, die am Nachmittag vorgestellt werden.

In Österreich zeichnet sich von Seiten der Unternehmen ein ruhiger Tag ab. Verbund bauten 0,79 Prozent auf 57,35 Euro auf. Die Analysten von Barclays haben gestern ihre Einstufung "Equal Weight" für die Aktien des Verbund bestätigt. Das Kursziel wurde in einer Branchenstudie von 64,0 auf 63,0 Euro gekürzt. Analyst Peter Crampton begründete die Senkung mit leicht gestiegenen Kapitalkosten (WACC) und angepassten Rohstoffpreisannahmen.

Rückenwind gibt es auch für die anderen Öl- und Energiewerte. SBO, EVN und OMV legten zwischen 0,2 und 1,0 Prozent zu. Schwächster Branchenwert im Stoxx Europe 600 sind bisher die KI-abhängigen Technologiewerte. Das spürt auch der Halbleiterhersteller AT&S, dessen Anteilscheine als ATX-Schlusslicht bisher 6,7 Prozent verloren.

Semperit hingegen gaben bisher 2,36 Prozent auf 16,55 Euro ab. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der Semperit von 17,50 auf 20,00 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde vom zuständigen Analysten Volker Bosse bekräftigt. Semperit biete eine attraktive Kombination aus effizienterem operativen Betrieb, einer robusten Bilanz und einer Bewertung, die die Qualität der anhaltenden Erholung noch nicht vollständig widerspiegle, schrieb Bosse in der am Montag vorgelegten Studie.

moe/ger

 ISIN  AT0000999982


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