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Polytec steigerte Gewinn nach Abbau von 800 Stellen

13.08.2026, 08:34:00

Umsatz schrumpft von 358 auf 287 Mio. Euro - Kfz-Zulieferer will mehr Umsatz außerhalb des Automobilsektor machen

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat im zweiten Quartal weitere Abstriche beim Umsatz machen müssen, verdiente unter dem Strich aufgrund niedrigerer Personalkosten deutlich mehr. Nach sechs Monaten lag der Nettogewinn bei 4,6 Mio. Euro, nach 1,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025. Der Umsatz schrumpfte auf 287 Mio. Euro, nach 358 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand 560 bis 590 Mio. Euro Umsatz.

Die Personalkosten sanken im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 17 Mio. Euro, davon entfielen 10,6 Mio. Euro allein auf das zweite Quartal.

Konzern baute 800 Stellen ab

Polytec mit Sitz in Hörsching bei Linz baute binnen eines Jahres 800 Vollzeitstellen ab, den Großteil davon in Deutschland und Großbritannien. Polytec hatte Ende 2025 sein operatives Geschäft im Vereinigten Königreich verkauft und heuer im April sein Werk im deutschen Weierbach geschlossen. In Österreich hat der börsenotierte Konzern rund 480 Mitarbeiter, um 20 weniger als Mitte 2025, konzernweit arbeiten aktuell 2.800 für die Oberösterreicher.

Das Polytec-Management will sein Geschäft abseits des kriselnden Automobilsektors ausbauen und erwartet sich davon mittelfristig positive Auswirkungen auf die Ertragslage. Im Kfz-Bereich geht der Zulieferer für heuer "vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken, am europäischen Automotive-Markt bestehenden Produktionsüberkapazitäten und verschärftem Verdrängungswettbewerb" nur von einem geringen Umsatzwachstum aus.

pro/ivn

 ISIN  AT0000A00XX9
 WEB   http://www.polytec.at/


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Quelle: APA