Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit leichten Zuwächsen
Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe fiel im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,36 Prozent
Im Fokus standen international die wie erwartet ausgefallenen US-Inflationszahlen. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 3,4 Prozent. "Die Verbraucherpreise haben insgesamt nur wenig zugelegt, denn an den Tankstellen wirkten die zur Mitte des Monats im Vergleich zum Vormonat niedrigeren Benzinpreise entlastend", schreibt Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. "Vor dem Hintergrund der neuerlichen Benzinpreisanstiege gibt es für die US-Notenbank wohl keinen Grund, sich entspannt zu zeigen, zumal die Jahresraten ohnehin die Zielmarke von zwei Prozent verfehlen."
Nach Einschätzung des Commerzbank-Ökonomen Christoph Balz deuten die Daten auf ein Abwarten der Fed hin. Er verweist auf die Kerninflationsrate. Die letzte Entscheidung werde aber wohl auf Basis des Inflationsberichts für den August fallen. Dieser wird kurz vor der nächsten Fed-Sitzung veröffentlicht. LBBW-Volkswirt Dirk Chlench sieht noch keinen Handlungsbedarf. "Der jüngste Arbeitsmarktbericht hat keine Gefahr einer bevorstehenden Preis-Lohn-Spirale erkennen lassen", heißt es in einer Analyse. "Zu alledem sind die Produktivitätsfortschritte in der US-Wirtschaft beeindruckend. Damit lassen sich etwaige Kostensteigerungen gut abfangen."
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,80 2,81 -0,01 4 5 Jahre 2,99 3,00 -0,01 14 10 Jahre 3,36 3,37 -0,01 22 30 Jahre 3,91 3,92 -0,01 27
ste/spa
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Quelle: APA
