Wiener Börse (Mittag) - ATX gibt 0,5 Prozent ab
Situation am Persischen Golf wird zum Nervenspiel - Frequentis nach guten Halbjahreszahlen im Aufwind
Im internationalen Politfokus wird daher weiter der Iran-Krieg stehen. An den internationalen Finanzmärkten schwindet die Geduld mit dem Verlauf der Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs und eine Öffnung der Straße von Hormuz für uneingeschränkte Schiffstransporte. Zuletzt sind die Preise für wichtige Energierohstoffe wie Öl und Gas gestiegen, was die Inflationserwartungen anheizt.
Österreichs Wirtschaft tritt zudem auf der Stelle. Laut WIFO-Schnellschätzung vom Dienstag blieb nämlich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal unverändert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich nur noch ein Zuwachs von 0,8 Prozent. Der Ölpreisschock habe zwar die Konjunkturerholung unterbrochen, die Industrieproduktion stieg jedoch im Jahresvergleich entgegen dem Auftragstrend.
In Österreich zieht heute der Wiener Technologiekonzern Frequentis mit Zahlen für das erste Halbjahr die Blicke auf sich. Das Unternehmen hat demnach ein starkes erstes Halbjahr 2026 hingelegt. Der Umsatz stieg um 44,8 Prozent auf 342,9 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 4,3 auf plus 15,6 Mio. Euro, der Auftragseingang erhöhte sich um 17 Prozent auf 361,7 Mio. Euro. Die Zahlen sehen auf den ersten Blick leicht positiv aus, schreiben die Analysten der Erste Group in einer ersten Reaktion. Die starke Auftrags- und Umsatzdynamik dürfte sich fortgesetzt haben, so die Experten. Die Zahlen wurde vom Markt gut angenommen. Frequentis-Aktien legten 3,5 Prozent zu.
Tendenziell höhere Ölpreise geben den heimischen Energiewerten Auftrieb. Die schwergewichteten OMV legten als Topwert im ATX 1,6 Prozent zu. EVN bauten 0,9 Prozent auf. SBO legten 0,2 Prozent zu. Verbund dagegen fielen auf minus 0,1 Prozent zurück.
Die Aufsteiger der vergangenen Monate, AT&S, legten noch 0,4 Prozent zu. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie damit 361 Prozent im Plus.
Gewinnmitnahmen gab es bei den Bankwerten. Raiffeisen Bank International (RBI) verloren als ATX-Schlusslicht 1,9 Prozent. Erste Group büßten 1,1 Prozent ein, BAWAG 0,8 Prozent.
moe/mik
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