Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise legen weiter zu
Verluste auf Wochensicht - Goldpreis steigt vor US-Jobdaten
Am Donnerstag zeigte sich am Ölmarkt eine deutliche Gegenbewegung auf den kräftigen Preisrückgang in der ersten Wochenhälfte, wobei der Preis für Rohöl der Sorte Brent deutlich über die Marke von 80 Dollar je Barrel gestiegen war. Nachdem die Spekulation auf eine Einigung im Iran-Krieg mit einer Öffnung der Straße von Hormuz für Öltransporte zunächst einen Preisrutsch ausgelöst hatte, überwog am Donnerstag wieder die Skepsis der Investoren.
Zuletzt hat der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen eine Friedenslösung im Iran-Krieg erschwert. Berichten zufolge rechnet Saudi-Arabien mit Angriffen durch die Huthi-Rebellen unter Anleitung von Irans Revolutionsgarden. Dagegen geht US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormuz bevorstehen könnte.
"Wir nehmen inzwischen an, dass es in absehbarer Zeit nicht zu einer stabilen Friedenslösung kommen wird, weshalb in der Straße von Hormuz immer wieder mit Einschränkungen gerechnet werden muss", heißt es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Dekanbank. Vor diesem Hintergrund sei weiter mit deutlichen Preisschwankungen zu rechnen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 76,97 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 77,34 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.309,28 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,63 Prozent mehr als am Vorabend. Am Goldmarkt dürfte der Fokus neben den Entwicklungen im Nahen Osten vor allem auf dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht liegen, der am Nachmittag ansteht.
spa/rst
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Quelle: APA
